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Merkur und der Bildner.
Einst kam den Gott Merkur der Vorwitz an,
Jncvgnito den Erdball zu bereisen»
Athen, die Stapelstadt der Künstler und der Weisen,
Lag, wie man denkt, zunächst in seinem Plan.
Er trat verkappt in eines Bildners Laden»
Ein Heer von Göttern, groß und klein,
Aus Gold und Silber, Holz und Stein,
Stand, wie ausi unsern Wachparaden,
Symmetrisch aufgestellt; nur war sein Bild allein,
Und das verdroß ihn, nicht zu finden»
„Wo bleibt denn Gott Merkur?" sprach er; „mich wundert sehr,Ihn gar nicht hier zu sehn." — „Der fehlt aus guten Gründen,"Versetzte der Artist; „ich mache keinen mehr.
Kaum hatt' ich jüngst von Silber ihn gegossen,
So stahl man mir den saubern Herrn.
Je nun! die Diebe sind ja seine Schutzgenossen,
Und gleich und gleich gesellt sich gern."
Merkur fand nicht für gut, dem losen SpötterSein Ohr noch fort zu leihn; er hörte schon zu viel,
Und steckte seiner Fahrt mit einem Mal ein Ziel;
Denn das Jncvgnito, so sprach er, ist für GötterUnd Fürsten ein gewagtes Spiel.