Buch 
2 (1817) Zweiter Theil, von der Verschanzungskunst, worin zugleich das Rekognosziren, die Vertheidigung und der Angriff der Schanzen, Verschanzungen, Landstädte, Dörfer etc. abgehandelt wird / von G. v. Scharnhorst : mit 12 Kupfern
Entstehung
Seite
442
JPEG-Download
 

442 -

Zusammensetzung, also nicht einzulassen *). Werihre Vorschlage mit unsern vergleicht, wird finden,daß sie nicht allen Erfordernissen ein Genüge leisten.

Zusatz. Bei allen Angriffen feindlicher Ver-schanzungen kommt es vorzüglich darauf an, ob mandie Geschützwirkung derselben noch zu befürchten hat,oder nicht. Es ist außer allem Zweifel, daß letzteregegen tiefe Kolonnen weit größer ist, als gegeneinen höchstens 12 Mann tief gestellten Trupp-Es scheint demnach um mit dem möglichst ge-ringsten Verlust bis an den Grabenrand zu kommenam vortheilhaftesten, mit geschlossenen Kolonnen vonhalben Bataillons und einer Pelotonbreite anzu-greifen, die 200 Schritt auf einander folgen, damitdie aufschlagenden, oder die zu hoch gehenden Ku-geln immer nur einen Trupp treffen. Man kannauch die Angriffskolonnen durch eine Tirailleurlini«

') Folard will in tiefen Kolonnen angreifen. DerGraf von Sachsen will die angreifenden Truppenwie die Steine eines Damenbretts stellen. Der ver-storbene regierende Graf von Bückeburg ließ in seine»Epercier-Lägern di? Verschanzung on ocliellon an-greifen. An die beiden Divisionen, welche die Tetemachten, hängten sich rechts und links die übrige»so an, daß die ate Division 10 Schritt weiter zurück, 'als die erste, und die Zte ro-Schritt weiter zurück,als die Lte war rc.; drangen die vordem beiden nichtdurch, so gingen sie in der Mitte zurück, und diebeiden Divisionen rechts und links nahmen ihre»Plah ein.