Buch 
2 (1817) Zweiter Theil, von der Verschanzungskunst, worin zugleich das Rekognosziren, die Vertheidigung und der Angriff der Schanzen, Verschanzungen, Landstädte, Dörfer etc. abgehandelt wird / von G. v. Scharnhorst : mit 12 Kupfern
Entstehung
Seite
454
JPEG-Download
 

454

Eine solche Schanze hat darin Vortheile, daßman so wenig gegen sie selbst, als gegen ihre Pal-lisaden vor dem Graben Kanonen brauchen kann»Dies ist die Vortheilhafteste Art der Bergschanze».Der Feind ist hier, wo er aufgehalten wird, fastin keiner größern Front, als die Besatzung. 3 »der Verschanzung bei Bunzelwitz hatte man mehreredergleichen.

Man kann dem ganzen Umfange der Schanzenicht immer diese Vortheile verschaffen (weil nra»meistens bei den Bergfchanzen die Bestreichung ge-wisser Terrains oder Gegenstände zur Absicht hat),aber wohl einigen Seiten.

§..

Im dritten Fall, bei hem die Brustwehram Abhänge des Berges sich befindet, gräbt ma»sich etwas ein, wie I^iA. 19. zeigt, und wirft eine»Theil der Erde rückwärts.

Die Mannschaft, welche zur Vertheidigunghinter der Brustwehr stehet, stehet hier sicherer, alsin einer Schanze in der Ebene, weil sie vor Rücken-schüssen gedeckt ist. Diese Verschärfung hat aber,da sie keinen innern gedeckten Raum hat und dieMannschaft in ihr nichts, das der Feind nichtsiehet, unternehmen kann, bei weitem nicht die Vor-theile der, von welcher m den beiden ersten Fälle»die Rede war. Man ist gleichwohl bei kleinen Ber-gen oft gezwungen, sich ihrer zu bedienen; denn wollteman den Berg gar nicht in Betracht ziehen, st