Buch 
2 (1817) Zweiter Theil, von der Verschanzungskunst, worin zugleich das Rekognosziren, die Vertheidigung und der Angriff der Schanzen, Verschanzungen, Landstädte, Dörfer etc. abgehandelt wird / von G. v. Scharnhorst : mit 12 Kupfern
Entstehung
Seite
492
JPEG-Download
 

Fehlen ihr aber auch diese, und dazu die Piken,mit denen sie den Feind wieder in den Graben stoßenkönnen, so bleibt, wenn der Feind in dem Grabenist, ihr nichts übrig, als aus ein gewisses Zeiche«die Brustwehr zu ersteigen, ihn auf den Kopf zuschießen und mit dem Bajonet wieder zurückzustoßen.

H. 55 .

Vertheidigung der einzelnen Schanden gegenden Ueberfall.

i) Die Schanzen müssen durchaus, wäre eSauch nur mit Pallisaden, geschlossen seyn.

Schweidnitz, die Colberger Verhackschanze undviele andere haben gezeigt, daß eine noch so sichereSchanze ohne dies insgemein verloren geht.

Große Verschanzungen können oft nicht leicht. umgangen werden, dazu müßte man einen Weg von10,000 bis 12,000 Schritt machen, auf dem ma«beständig riskirte abgeschnitten zu werden; aber ein-zelne Schanzen sind meistens durch 100 und nochwenigere Schritte umgangen; hier muß man nichtvon dem Großen aufs Kleine schließen.

Zusatz. Bei einer blos mit Pallisaden ge-schlossenen Schanze werden diese, oder auch daSGatterthor, durch die über die Brustwehr hinweggehenden Kugeln und Granaten zerschlagen und ver-schließen dann dem Feinde den Zugang nicht mehr.Man sollte daher die Pallisaden in der Kehleeiner Schanze immer in einen 5 Fuß tiefen und12 oder mehr Fuß breiten Graben 6 k'iZ. 7 '