Indessen kränkt der Frevel, welchen die Preßfreiheitschützt, alle Freunde der Ordnung und der bürgerlichen Ruhe,und selbst essrige Whigs haben strengere Mittel gegen ihrenMißbrauch gewünscht» aber man fürchtet die Hand der Re-gierung zu waffnen, und so erträgt man,das Uebel, weil esaus der Freiheit, dem größten Borrecht der Menschheit, ent-springt, wie hier und da eine schädliche Pflanze aus einemwohlthätigen Boden sproßt. Weder Locke, noch Rousseau,noch Hume, haben je eine Regimentsverfassung erkünstelt,welche frei von Gebrechen und Widersprüchen wäre; allewiegen sich in verschiedenen Zeiten nach Anarchie oder Knecht-schaft hin; oft sind die Mittel giftiger, als die Krankheit;wenn man es zugeben muß, daß FreihcitSliebe bei diesemVolke zur unanständigen Schimpfsucht artet, so dulden dieDritten auch wieder, daß man sie, in dringenden Staats-gefahren, wie Negersclaven, zum Dienst preßt.
In den bittersten Schriften dieser Zeit wird jedoch derpersönliche Charakter des Königs geschont. Wahre Tugenderzwingt unwillkührliche Ehrfurcht, und schreckt auch die ver-wegenste BoSbeit zurück. Alle Unzufriedene gestchn, daß erseine hohe Pflichten mit warmer eifriger Treue erfüllt. Erhat seinen Tag nach einer strengen Ordnung vertheilt, undverschwendet für sich nicht eine Stunde, welche seinem Volkegehört. Kein Staatekundiger in diesem Lande ist gründ-licher, als er, von dem Zustand der Finanzen, der Flotte,der Kriegsmacht unterrichtet. Wer den täglichen Wandeldieser Gegenstände und ihren weiten Umfang kennt, begreiftes kaum> daß er auch seine deutsche Staaten mit einer gleicheingreifenden, durchschauenden» Alles umfassenden Sorgfaltregiert: und dennoch ist er nur bei seinen Ministern, imRath und in St. James König; er erübrigt sich Zeit für