Mcns-benhaut zu umgeben, sind Cisrlirer, keine Genies.Die Boucherö, die De Hays, die In 6re»öe> zaubern fer-tige Götter- und Menschengestalten aus einer Fcenweltherab; diese gaukeln dann in behaglichen Krämpfen auf lau-ter Purpurwolken, schweben in der goldenen Morgenröthe,in gewebte Luft gekleidet, und auf ihren durchsichtig-n Kör-pern spielen alle Regenbogenfarben. Freilich, wenn, nachJahrhunderten, der Forscher noch andäcktig bei Raphael'SFederstrichen weilt, so wandelt er die bunte Tapete mit kal-tem Widerwillen vorbei.
Bouchardon war Mariettens Freund, und hat ihm dengrößten Theil seiner Zeichnungen überlassen. Hier ist nochhohe Einfalt, gemäßigter Ausdruck, Bedeutung, Ebenmaßund edle Form; dennoch werfen ihm eigensinnige Kennervor, auch er habe um den Weihrauch seiner Zeit gebuhlt,seine Umrisse zu schlaff geschwungen, zu weich und rundlichausgeführt; aber unter diesem verzärtelten Volk war gleich-wohl Bouchardon der letzte Römer; neben den PigalleS undden le MoineS ragt er, wie ein freier Senator unter denHöflingen der Kaiser, hervor. Hier steht von ihm, derEwigkeit heilig, der Brunnen in der Straße Grenelle, undLudwig des XV. metallenes Bild. Er war stolz auf seineKunst, und verachtete den Neid. Ihn quälte nie ein frem-des Verdienst; er konnte hassen und gerecht seyn. Mantrug ihm die Bildsäule Friedrich des Fünften in Dänemarkan: „Ich," gab er zur Antwort, „habe nun mein Tagewerkvollbracht, aber ich empfehle Saly, einen jungen Künstler,der es nicht schlechter machen wjrd, als ich;" und Saly warsein erklärter Feind.
Bon Mariettens Kupfersammlung ist es schwer einenBegriff zu geben. Sie ist unstreitig die reichste, die je ei»