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die Weitläufigkeit; man verlangt Empfehlungen an Großevon mir, als ob ich zum Hofgesinde gehörte; Andere bietenmir Geld an, als wenn ich von Almosen lebte; Alle glau-ben, daß man ihnen ähnlich ist." Er schiloert sich selbst amtreffendsten in folgendem Brief an den Herrn von Lamoig»non, den er im Zahr 1763 einer Gesellschaft von Freunde«vorlas.
„Im achten Zahr wußte ich den Plutarch auswendig)im zwölften hatte ich alle Romane durchlaufen. Daher ka-men die Menge fremder Ideen, die sich nicht mit dem wirk-lichen Leben vertragen; daher die entzündete Einbildungs-kraft, der Zug nach großen Gegenständen. Weder Menschen-feindschaft, noch Berdruß hat mich von den, Menschen ge-trennt; sondern eine gewisse Liebe zur Ruhe, eine unbe-zwingliche Neigung zur Freiheit. Ich habe darum nurschwache Schritte gewagt, um irgend ein Glück in der Weltzu machen, und der Versuch mußte mißlingen, weil ich michlinks dabei nahm; so ward ich nach und nach der Gesellschaftund der Menschen überdrüssig. Ich versammelte einen Kreischimärischer Wesen um mich her; ich schuf mir eine idealischeWelt, die nichts mit der wirklichen gemein hatte. Ich er-heiterte dadurch meine Einsamkeit; aber Alles war nochverwirrt und unentwickelt in meiner Seele, bis ich im Jahre1750 eine Reise nach Paris unternahm, um Diderot im Ge-fängniß zu Dincenneö zu besuchen. Ich nahm ein Journalzum Zeitvertreib mit, und fiel auf die Preisfrage von Di-jon, ob die Wissenschaften nützlich oder schädlich seyen? Dastellten sich mir auf ein Mal die mannich faltigen Uebel deSgesellschaftlichen Lebens so fürchterlich und eindringlich dar,baß ich unter meiner Empfindung erlag. Ich warf mich ne-ben einem Baum nieder; alles Elend der Menschen zog in