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im Angesicht« seines Vaterlandes zuerst bedient und gefüt-tert zu werden.
Der Streit zwischen den beiden Doctor-Gattungen istauf den ersten Blick ein ungleicher Streit. Gegen die ein-zige Heilkunst ziehen ein Paar handfeste Kämpfer, das Ci-vil- und kanonische Recht, zu Felde; aber desto rühmlicherist auch der Triumph, wenn der Einzelne siegt. Es wirddarauf ankommen, welche von beiden Künsten älter, nütz-licher, allgemeiner, welche mehr geehrt und mächtiger in ih-ren Wirkungen ist? Alter hat ein Recht auf die Achtungder Jugend; selbst die blinden Heiden zürnten, si juvenissein non sssorrexerit , und es war eins von Lykurg's Ge-setzen, dem Alter ehrfurchtsvoll zu begegnen. Ich will da-durch den edlen Stolz meiner jungen Freunde nicht tadeln;ich weiß, daß, ohne Gefühl eigener Kraft, ohne Verachtungaller Vorgänger und Zeitgenossen, kein Drang und Sturmentsteht, kein Adlerflug des Geistes gelingt; aber wenn esauf Rang unter Wissenschaften, auf die Etikette von derWelt ankommt, so geht doch die ältere vor. Nun aber istdie Heilkunst bekanntlich eine Zwillingsschwester der Sünde,und nur wenige Tage jünger, als daö menschliche Geschlecht.Die Schlange ist noch das Symbol des epidaurischen Gott'ö,weil sie mit der ganzen Geschichte vorn Moses, der, nachder neuen Gelehrsamkeit, Bacchus ist, in die griechische My-thologie gerieth. Im Paradies gehört also die Heilkunst zuHaus. Adam war der erste botanische Arzt, und verordneteein Feigenblatt gegen die Wallung im Blut; aber in keinemParadies von einigem Ruf, weder in Rudbeck's schwedischemEden, noch im Eden von Schottland, wovon Edimburg ab-stammt, wird man eines Doctors der Rechte gewahr.
Die Aerzte zählen unter ihren Vorfahren Götter, die