Band 
Zweiundzwanzigster Band. Zweiter Theil.
Seite
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Ruhe wieder weiche dem ewigen Krieg aus der Jugend derMenschheit? Aber eure meisten Juristen, sagt ein grämlicherMann, haben keine Einsicht in die Staatsverwaltung, keine Phi-losophie, keine Kenntniß der Welt, keine Geschichte, keine Li-teratur, auch nickt ein Schärflein echten Witzes — und ichvollende das Bild — sie verstehen auch weder zu singen,noch zu flöten — sie tanzen vielleicht schlecht und malen er-bärmlich — aber verlangt ihr von Mansfield einen schotti-schen Triller? fordert ihr» daß Crebillon Regenten erziehe?hat Jemand Squire Ftelding's Meinung in irgend einemStaatsrath begehrt? Würdigt Jeden nach dem Maßstabseiner Bestimmung! — Verdient ein Richter Lob oder Tadel,wenn er kaltblütig prüft, nicht schwärmerisch schwindelt?wenn er feierlich und ernsthaft spricht, nicht schöngeisterischfaselt, erwartet ihr Urtheile, oder Epigramme von ihm?

Endlich der Priester, der alle wohlthätigen Pflichten, alsGesetze eines Gottes der Liebe, verkündigt, die Schauer sei-ner Allmacht verbreitet, Gefühle für die höhere Tugend,und Ahnungen einer lohnenden Zukunft erweckt; was könnt'er nicht seyn? zum Troste der Leidenden, zum Schreckendes Lasters, zur Erhaltung aller Bande der Menschheit —.wenn ihn jetzt noch die heilige Würde umstrahlte, welcheehemals mehr die Religion, als ihn selber, erhob? Aberman hat seinen Stand herabgewitzclt; er wird verlacht,wenn er an Geheimnisse glaubt, geschimpft, wenn er analten Bekenntnissen fest hängt; er will also streben gegenVerachtung; verbessert, erklärt, mäkelt und düngt, lehntsich auf gegen die symbolische Knechtschaft, gibt VielesPreis, um nur Etwas zu retten; der ehrwürdige Gottesge-weihte sinkt zum menschengefälligen Schwätzer herab. Allethätigen Stände streben nnd wirken im endlosen Kreisläufe