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Bemerkungen auf einer Alpen-Reise über den Brünig, Bragel, Kirenzenberg, und über die Flüela, den Maloya und Splügen / von Karl Kasthofer
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klagen, und nach andern Erklärungen seiner Ursachen als der

gegebenen uns umsehen müssen.

Wir behalten immer die obgenannte Alp Murmais vorAugen, da sse, wie wir unten sehen werden, in ziemlich ge.treuem Maaßstab ein Musterbild des Ertragwerths andererBündnee-, und vorzüglich anderer Engadineralpen gebenkann, die wie Mnimais verpachtet werden.

Im Berncr Hochgcbirg giebt es hohe Gemeinalpen, aufdenen das Weidrecht für eine Kuh des Jahrs nur zu vierFranken verpachtet werden kann; hier stehen aber diese Kram-zinse nur deßwegen so niedrig, weil die Alprechte bloß denDorfgcnoffen und keinen Aeussern, d. h., keinen Landleutenaus andern Dörfern zur Benutzung überlassen werden dürfen.ES giebt ferner Schafberge im Berner Hochgcbirg, wo dieSchaf,verde während drei bis vier Monaten nur zu sechs Kreu-zer Bcrngcld bezahlt wird, weil diese Alpen ausserordentlichfelstcht, voll gefährlicher Abgründe, und den Gletfcherlawinenausgesetzt sind. Die schlechtesten Pferdweiden gelten dochacht Franken. Die Alp Murmais würde also nach diesemMaaßstab der schlechtesten Berneralpen den folgenden Pacht-

zins gelten:

1) 350 Schafe und Ziegen ä 6 Kreuzer Fr. 52 5 Btz.

2 ) 16 Kühe L 4 Fr. . . . . 64-

3) 10 Pferde und Esel nur zu 6 Fr. . -- 60

ganzer Pachtzins Fr. 176 5 Btz.

Wegen des angenommenen klimatischen Unterschieds zwi-schen den Bündner - und Berneralpen müßten aber die Bcrner-alpen, wenn sie in der Höhe der Bündneralpen liegen würden,nach dem Verhältniß 3 :2 weniger Pachtzins gelten, und jenerPachtzins von 176 würde also für Munttais nach den Berner-zinsen nur zu 118 Franken angeschlagen werden können. ESwürde sich aus dieser Vergleichung mithin ergeben, daß diePachtzinse der Berneralpen selbst unter den ungünstigsten Um-ständen zu den Alpzinsen der Bergamasker im Engadin im

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