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Mendrys.

Den i-. Augstm. reißten wir zu Pferde von Co-delago weg. Ich würde lieber zu Fusse gegangen seyn,wann wir nicht, theils zu der Reisezeit uns selbst sehrenge Schranken hätten sehen müssen, theils die bessereKleider, die wir bey uns hatten, hätten schonen wol-len /> um in einem anständigen Anzug die Besuche ma-chen zu können, die wir vorhatte». Bis Mendryshat man nicht völlig eine Stunde Wegs, zur Linkendas schon erwähnte wilde, bewaldete Gebirg, zur Rech-ten ein bewässertes Wiesenthal. Man paßirt durch keinDorf, stehet aber koncare und l-igomerro, im Thalin einicher Entfernung. Nur die esnrme, oder imFelsen eingegrabne Weinkeller, die wie kleine Häuseraussehen, liegen an der Strasse gleich über Lodelago,etwann zweytausend Schritte davon ist die Grenzliniezwischen der Landvogtey Lauts und Mendrys. DieLage dieses ansehnlichen und schönen Fleckens ist sehrangenehm. Man kömmt, mittelst einer steinernenBrücke, dahin, die über ein tiefes Thal gebaut ist.Gleich anfangs des Fleckens ist zur Seite ein anmuthi-ger Spazierweg angelegt. Das Haus, indem derLandvogt wohnt, ist sehr schlecht. Daher diejenigenLandvögte, welche gemächlicher zu leben, oder prächti-ger zu wohnen gewohnt sind, entweder ein Haus mie-then , wann sie Haushaltungen bey sich haben, oderwohl gar zu Kost gehen, wann sie nur mit einem oderzween Bedienten vorlieb nehmen. Es giebt eüncherecht schöne Privatacbäude hier. Die Leuthe lebenmehr aus dem Ertrag ihrer liegenden Gütern, alsaus der Handclschaft, welche bey weitem nicht in demGrad getrieben wird, wie in Lauts, obschon viele

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