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58 Geſchichte der inlaͤndiſchen Schiffahrt.
In der Provinz Geldern, iſt noch, unter dem Nahmen, des druſiſchenKanals, der Durchſtich oder Kanal, der jetzt gewohnlich die neue Iſſel genanntwird, beruͤhmt, welchen Druſus, des Auguſtus Stiefſohn, aus dem Rhein,bey Arnheim, bis in die alte Iſſel hatte ausgraben laſſen; der aber ſchon ſeit
langer Zeit, keinem Kanale, ſondern vielmehr einem wuͤrklichen Strome aͤhn-lich ſiehet.
Von Arnheim gehet ein Kanal bis an das, Nimwegen gegen uͤber bele—gene Dorf, Lent, der 1608, zum Nutzen und auf Koſten dieſer beyden Staͤdte,angeleget iſt, aus Mangel der gehoͤrigen Unterhaltung aber an vielen Orten ſountief geworden, daß er jetzt ſelten gebraucht wird.
Bey Breda, im Herzogthum Braband, iſt aus dem Moore ein, 4 bis5 Stunden langer Kanal, nach dieſer Stadt gezogen, der die Torffahrt genanntwird, und da in die Aa faͤllt, wo ſie unweit Breda, den Bilop-Bach aufnimmt.Wegen des ſtarken Falls liegen auf ſelbigen 30 Schleuſen und fuͤhret er letztge—dachter Stadt, ſowohl den Torf als andere Produckte zu.
XII. Kanaͤle in den oͤſterreichiſchen Niederlanden.
Ven Bruͤſſel, gehet aus dem Fluß Senne, am linken Ufer deſſelben, ein
Kanal heraus, der die neue Fahrt genannt wird. Er laͤuft, bey Over—heembeck und Vilvorden vorbey, nach Verbrande-Bruͤgge, uͤber op Humbeckund Thiſſelt, nach Willebrock, und ergieſſet ſich daſelbſt in den Repel-Fluß,der ſich bald hernach mit der Schelde vereiniget; ſo daß man, durch dieſen Ka-nal, von Bruͤſſel in die Nordſee ſchiffen kann. Er iſt Fodo rheinlaͤndiſcheRuthen lang, es liegen auf ſelbigen 7 Schleuſen und 3 Bruͤcken, er ſoll 80.000Gulden auszugraben und zu erbauen gekoſtet haben, und wurde 1550 angefan—gen und 1561 vollendet.
Im Jahre 1753, fieng man an, einen Kanal auszugraben, der von Loewen, am linken Ufer der Dyle hinunter, bey St. Adrien und Kildonk vorbey
gehet,