Buch 
Bürger's Gedichte
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Hierher. Lorbeerbekränzt endeten ihn die Zünglinze alsSieger.

Diesem Vereine dankt auch unser Bürger einen großenTheil seiner Bildung, seines Ruhmes als Dichter. Die stren-gen, aber gründlichen Kritiken, die in demselben auf jedeseiner poetischen Erzeugnisse warteten, wurden ihm zumnimmerruhenden Sporn, seinen Versuchen immer größereRundung und Politur zu geben, welche die Feile seinerFreunde, vorzüglich seines trauten, unverdrossenen Boje,vollendete. Einige seiner herrlichsten Dichtungen z. B.das Lied vom braven Mann" stammen aus dieser Zeit,und anders, z. B.Herr Bacchus ist ein braver Mann"sind Zeugen der damaligen, bei drückenden Nahrungssorgendennoch jovialen, zufriedenen Stimmung seines Gemüths,in der er sich leicht den burlesken, launigen Ton aneignete,der ihn als Volksdichter charakterisirt. Um dieselbe Periodeentstand auch seinLied an die Hoffnung" unddie Nacht-feier der Venus."

1772 erhielt Bürger auf die Fürsprache seines Boje(zuletzt Königl. Dän. Staatsrath zu Möldorf) von den Herrenvon Uslar die Stelle eines Justizbeamten zu Altengleichenim Fürstenthnm Calenberg, die, vbschon kümmerlich dotirt,dennoch geeignet schien, ihn aus der sorgenvollen, ungewis-sen Lage zu reißen, in der er sich, ohne alle sichere Einnah-me und tief verschuldet, in Göttinzen befand. Sein guterGroßvater, als er hörte, sein Enkel bewerbe sich um einAmt, söhnte sich mit ihm aus, bezahlte seine Schulden underlegte die geforderte Cautionssnmme. Aber dieses Geldgerieth unglücklicher Weise in die Hände eines Buben, der,unter der Maske der Freundschaft, Bürgern Jahre lang zutäuschen wußte, und ging größtentheils verloren. Dieses Un-glück legte den Grund zur Zerrüttung der Vermögensum-