Band 
Erster Theil.
Seite
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Flüchtlinge zu bemerken; nirgends fand ich Leute, die mirNachweisung geben konnten; Alle waren vor dem große«Hause versammelt, zu dem ich traurig zurückkehrte. Nie-mand bekümmerte sich um meine Verlegenheit; Jeder dachtean die Nähe seiner eigenen Noth, an die Nähe der Franzosen.

„Schreiben Sie, protokolliren Sie das mir wiederfah-rene Unrecht!" sagte ich zu dem Beamten; „das ganze Dorf»Sie selbst sind der Gewaltthat Zeuge. Schreiben Sie, daßich auf Unkosten des Herrn Oberstwachtmeisters hier imDorfe liegen bleibe und zehre, bis er mir den Wagen zu-rückgeschickt hat, und daß ick mir übrigens auf dem WegeRechtens alle andere Genugthuung vorbehalte."

Der Schreiber schrieb; ich ließ mir Abschrift des Pro-tokolls geben, und legte sie zu den Siegsliedern. Die Nachtverstrich; der folgende Tag verstrich. Meine Ungeduld stiegauf's Höchste. Der Wagen kam nicht wieder.

Nun brach der neunzehnte Oktober an. O Him-mel, und der Herr Reichsgraf erwartete mich in Magde-burg! Ich verlangte auf Unkosten des Oberstwachtmeisterseine Fuhre, wenigstens ein Pferd, um mich an meinen Be-stimmungsort begeben zu können. Allein der Oberstwacht-meister hatte so wenig Kredit, daß man mir auf seinen Na-men nichts, mir sogar ohne Zahlung meiner Schuld keinenfreien Abzug gestatten wollte.

Zum Glück hatte ick meine ganze Baarschaft bei mir.Ranzioniren konnte ich mich wohl. Aber auch mit meinerGarderobe war der Oberstwachtmeister durchgegangen. Wo-von sollte ich den Berliner Freund für Roß und WagenErsatz geben; wovon mir neue Kleider und Wäsche kaufen.