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Die Befreiungskämpfe der Deutschen gegen Napoleon : mit Portraits und Schlachtscenen / dargestellt von Dr. Wilhelm Zimmermann
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n, Aber Oestreich war auf diese Art von Preussen im Stiche

ge gelassen, und ein französisches Heer fiel in die östreichischen Nie-en , derlande, ein anderes ging über den Rhein und nahm Mainzne und Frankfurt weg. Eine so große Festung wie Mainz war

g, trotz des Kriegszustandcs nur von achthundert Ocstreichern vcr-,n theidigt, alle Werke waren im elendesten Zustande, für nichtser hatte man gesorgt, als für Magazine auf dem linken Rhcinufer,

»- welche den von allem entblößten Franzosen sehr zu Gute kamen.

>1 Mainz wurde zu einer Republik zugestuzt, und sonst ver-

e- ! niinftigc ^deutsche Männer tanzten als politische Harlekine hinterch , den wilden Pariser Revolutionärs her. Freiheitsbäumc und rothezc Jakobinermützen, Damen in Röcken, auf welchen überall die Wortet, »Freiheit und Gleichheit« gedruckt waren, mit Säbeln und Pistolen

k- bewaffnet, sah man jezt zum Erstenmal im deutschen Mainz. Die

Bürger und Bauern, die nichts von der Republik wissen wollten,i- wurden aus Stadt und Land gejagt. Die Räubereien, Rohhci-s, ten und übermüthigen Tyranneien der Franzosen, die sie täglich

n erfuhren, hatte die erste Begeisterung für die Revolution sehr ge-

il mäßigt und entleibet. Nichts desto weniger erklärten sich diech deutschen Jakobiner zu Mainz für die Vereinigung mit Frank-

i- reich, und im März 1793 trug sich eine der ältesten deutschen

i, Städte mit ihrem Gebiet als Provinz den Franzosen an. 2"

>- den übrigen an Frankreich gränzenden deutschen Staaten hatten

jedoch die Brandschatzungen der zügellosen französischen Hordenn das Feuer der Sympathie für die Franzosen bald abgekühlt,ie Inzwischen hatte Preussen und Oestreich nichts gethan; das

)t Erstere jedoch hatte nach seinem verunglückten Feldzug in Frank-reich an Polen, dessen Verbündeter es war, sich entschädigt und), mit Rußland die berüchtigte zweite Theilung dieses unglücklichen

ch Landes vorgenommen. Da fiel Ludwigs XVI. Haupt unter der

z Guillotine. Das monarchische Prinzip, die Heiligkeit des König-

thums war durch diesen öffentlichen Königsmord in der Wurzelt- angegriffen. Auch Marie An toi nette war hingerichtet Wor-te den, das deutsche Kaiserhaus zur Rache aufgefordert. Alle christ-

's wichen Mächte Europas zogen gcwaffnet gegen Frankreich; Ocst-

n i'"ch, Preussen und die deutschen Stände fielen vom Rhein her

n ein. Die Oestrcichcr schlugen den französischen Feldherrn-

mouriez in den Niederlanden, der Weg nach Paris lag offen,aber man zog ^ vor, Festungen und Städte zu belagern, und