128 Beſchreibung des Kanals
Von dem unterirdiſchen Kanal, nahe bey Northwich, der in einem ſehrſandigen Boden belegen iſt, war 1775 ein betraͤchtlicher Theil eingeſtuͤrzet, imfolgenden Jahre aber, wiewohl mit vielen Koſten, wieder hergeſtellet.
Da dieſe unterirdiſchen Kanaͤle, denen Pag. 107. beſchriebenen, ſo wohlin der Conſtruction, als andern weſentlichen Theilen, vollkommen gleich ſind,ſo habe ich hier keine Zeichnungen davon beybringen wollen. Ein gleiches ließeſich auch von denen auf dieſem Kanale befindlichen Schleuſen und Bruͤcken ſagen,wenn ſelbige nicht von einem Quader erbauet waͤren, der bey Armitage, imKanale ſelbſt ausgehoben wird. Die Anzahl der Bruͤcken belaͤuft ſich, auf42 große, fuͤr Landſtraßen und Fahrwege, und 37 kleinere, zur Gemeinſchaftder durchſchnittenen Laͤndereyen. Auch uͤbergehe ich die Waſſerleitungen uͤberdas Wadebruch, den Dane-Trent- und Dove-Fluß, um ſo mehr mit Still—ſchweigen, weil ſolche der, Pag. 105. beſchriebenen ſo wenig, als denen noch vor-kommenden Waſſerleitungen, an Große und Kunſt gleichkommen, und ſaͤmmtlichnur aus einem Bogen beſtehen.
Damit aber dem Leſer die Wichtigkeit und der Nutzen dieſes großenWerks um ſo mehr einleuchte, werde ich ſuchen, ihn mit der phyſikaliſchen Be-ſchaffenheit der Gegend, durch welche der Kanal gezogen iſt, in ſo fern ſolcheauf die innere Schiffahrt und den Handel einen Einfluß hat, in etwas bekanntzu machen.
Nahe bey Northwich, einer an der ſchiffbaren Weaver belegenen Stadt,von mittlerer Große, liegt, o Fuß unter der Erde, ein, 40 Ellen dickes Bettevon Steinſalz, und erſtrecket ſich in anſehnlicher Breite, auf 15 Meilen lang,bis Lawton. Die nahe bey Northwich, an 100 Fuß unter der Erde belege—ne 4 Salzgruben, haben die Große anſehnlicher Kirchen, deren Boden durch,30 bis 40 Fuß hohe natuͤrliche Pfeiler, von dieſem Steinſalze, unterſtuͤtzet ſind.Wenn ein ſolches unterirdiſches Gebaͤude durch viele Lichter erhellet wird, ſo
zeiget ſich, indem ſie durch ſo unendlich viele Spiegel vervielfaͤltiget werden, eineder