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Taschenbuch der praktischen Geometrie : eine Sammlung von Resultaten der niederen und höheren Vermessungskunde / von Wilhelm Jordan
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Basismessapparate.

135 .

C. Körpermaasse.

D. Gewichte.

Volle Bezeichnung

CubikmeterHektoliter

Cubikdecimeter oder LiterCubikcentimeterCubikmillimeterKilogrammDekagrammGrammDecigrammCentigrammMilligramm

Die abgekürzten Bezeichnungen werden in Exponenten! 1 #® 1geschrieben.

Die Stellung des Zeichens gegen das Dezimalkomma wird verschieden & ,wählt, indem z. B. die Schreibweisen 25,ni26 und 25,26 m oder 762,mm6 ^ . 0762,67mm, jedoch vorherrschend die erstere, im Gebrauch sind. Da aberZeichen des Metersystems mehr Raum in Anspruch nehmen als diejenigen 0jdFusssysteme (' und "), so ist nach unserer Ansicht für das Metermaass^

Abgekürzte Bezeichnung.

cbmhll

cbcmcbmmlegdkg9

deg

eg

mg

di*

m

zweite Bezeichnungsart in Druck und Schrift vorzuziehen. Allerdings mussdann consequenterweise auch bei Winkeln statt, z. B. 60° 27' 30,568" schreibet'60° 27' 30,568". In vorliegendem Buche ist die zweite Bezeichnungsart angeweh^ e '

§ 136. Basismessapparate,

Die in § 17 beschriebenen hölzernen Messlatten bilden de®einfachsten Messapparat, und die ersten Grundlinien wurden ! ®der That mit solchen gemessen.

Picard wandte 1669 4 hölzerne je 2 Toisen lange Maassstäb ean, die er mit Hülfe von Schrauben zu 2 je 4 Toisen lang®®Messlatten verband. Diese legte er unmittelbar eine vor di®andere auf den (horizontalen) Boden. Da sie im Querschnitt rund,und leicht von Gewicht waren, so war eine Verschiebung auf de® 1Boden kaum zu vermeiden (La Condamine, Mesure des trois p r ®'mies degres. S. 249.)

Bei den Gradmessungen in Peru und Lapland (1736) wurde®ebenfalls hölzerne Latten, und zwar deren drei zusammen ang®'wendet. Dieselben waren 15 oder 20 Fuss lang, 2 Zoll breit;l 1 /, Zoll dick und mit Eisen beschlagen; sie wurden auf je zw®Stützen, jede einzeln horizontal, gelegt. (La Condamine S. 25;'

Bei der im Jahr 1739 vorgenommenen Nachmessung dereanTschen Basis von Juvisy bediente sich Cassini zum ersten M ametallener Maassstäbe, nemlich 4er eiserner Stäbe, deren Te® 1 "peraturausdehnung er aus Quecksilberthermometerangaben eM®®telte. (La Condamine S 251.)

Der englische General Boy benützte im Jahr 1784 zur Messung d®^Basis von Honslowheath Glasröhren als Maassstäbe, und zu einer zw® 1ten Basis eine Stahlkette (Puissant, traite de geodesie I. S. 2o°h

Den Uebergang von der unvollkommenen Temperaturbestu®mung Cassini's (»le thermometre ä la main») zu der heute n ®°,ausschliesslich angewendeten Bestimmung durch das Metaltt' ier _mometer fand Borda, dessen aus Platin und Kupfer zusamt 11 ®®gesetzte Maassstäbe bei der grossen Operation von 1792 von 1*lembre angewendet wurden. Das bisher übliche unmittelbarAneinanderstossen der einzelnen Stäbe ersetzte Borda durch a _Messen der Zwischenräume mittelst eines Schiebers mit Nonie®"ablesung (Puissant I. S. 234).