des Herzogs von Bridgewater. 141
Fig. I. Tab. VII. zeiget den Grundriß der 5 doppelten Schleuſenfaͤlle, Tab. VII.
bey Runcorn, die zuſammen 79 Fuß Fall, bis auf das Ebbewaſſer der Merſey, Fig. 1.welches vom Fluthwaſſer um 13 bis 16 Fuß unterſchieden iſt, ausmachen, wie
auch die dazwiſchen belegene großen und kleinen Hafen, und die an der Merſeybefindlichen Niederlage-Haͤuſer. Aus dem Kanal gehet linker Seite ein kleiner
Graben ab, der das uͤberfluͤſſige Waſſer, wenn es ſeine feſtgeſetzte Hohe uͤber—
ſteiget abfuͤhret. Und damit der ſtarke Fall gebrochen werde, ſo ſind§ gemauer-
te bogenfoͤrmige Ueberfaͤlle, A, angeleget, allwo ſich das Waſſer ausbreitet, und
bey jedem,§ Fuß herunter faͤllt, ſich zuletzt in den Trichter, B, ſtuͤrzet, und
durch einen unterirdiſchen Kanal in die Merſey abfließet. Von dieſer Waſſer-
leitung gehet oberhalb der Bruͤcke ein kleiner Graben ab, und treibet eine zum
ſchleifen und andern kleinen Verrichtungen eingerichtete Muͤhle.
Die zwey Weiher oder Teiche, wovon der große 12 Fuß hoͤher als derkleine liegt, dienen, den durch trockne Zeit oder andere Zufaͤlle etwa entſtehen—den Waſſermangel zu erſetzen, und denen Schleuſen das zur Fahrt bendthigteWaſſer mitzutheilen.
Da bey der Ebbe, die Watten in der Merſey faſt immer ganz trockenlaufen, auch der durch die Fluth hereingefuͤhrte Schlamm die Muͤndung des Ka—nals mit der Zeit verſtopfen wuͤrde; ſo hat man fuͤr noͤthig befunden, oberhalbdieſer Muͤndung, laͤngſt dem hohen und ſteinigten Ufer der Merſey, einen Ka—nal durchzubrechen, und ſolchen oben durch eine Fallthuͤr, die durch Haſpel,Wellen und Kloben aufgezogen werden kann, zu ſchließen, damit, wenn ſolchebeym Ablauf des Waſſers geoͤfnet wird, der ſtarke Waſſerzug den Schlamm vordem Eingange fortreiße und ſolchen in gehdriger Tiefe erhalte.
„Der Durchſchnitt und Standriß, Fig. 2. nach der Laͤnge dieſer Schleu— Fig. 2.ſenfaͤlle, zeiget die verſchiedene Hohe der Schleuſen, und wie der Kanal von derMerſey, ſtuffen weiſe bis oben hinauf ſteiget.
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