Johann Georg Jaeobi
Geboren 1740 zu Düsseldorf. Lebte zu Freiburg als großherzoglich-VadischerHofrath und Professor der Philosophie.
Nach dem Durchblättern einer poetischenBlumenlese.
§)er Meistersänger, ach, wie viel!
Mein Ohr umschwirren tausend Reime,
Gleich einem Jahre lang gehörten Glockenspiel»
Hier sitzt ein Musensohn im Schatten seiner Bäume,
Durch die kein Zephyr weht, und ruft dem holden Mai:Dann wünsch' ich gleich den Winter mir herbei;
Dort phantasirt ein zweiter Alltagsträume;
Des dritten Liebcsgluth macht warme Herzen kalt,
Des vierten Jugend-Lob vor Langeweil' uns alt.
Die Ruhe preisen sie; wir werden matt und müde,
Und schlafen ein bei ihrem Morgenliede.