Band 
Fünfter Band.
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Das Alter.

Laß es kommen, das Alter, und fürchte die traurige Hand nicht,Die von der Wange dir Rosen und Lilien raubt:

Grazien altern nie, nie welkt die Rose der Anmuth,

Die die Unsterblichen selbst dir in die Seele gepflanzt.

Der trügende Spiegel.

Lraue dem Spiegel nicht, du gemalte Chloe, was er dirZeiget, bist du nicht selbst, ist ein erheucheltes Bild.

Aber gehe zum Quell und wasch' in der Welle das Antlitz;Was du in ihr dann siehst, Täuschende, das bist du selbst.

Das Bild der Venus, von Praxiteles.

Ais sich Paphia selbst in ihrem Bilde zu GnidusNackt anschauete, wie? sprach sie errdthend zu sich,

Drei der Sterblichen sahen mich nackt, Adonis und ParisAnd Anchises; doch wo sahe Praxiteles mich?