Band 
Fünfter Band.
Seite
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Das wechselnde Glück.

Aus zweien Tagen nur besteht die Zeit:

Aus einem heitern, einem stürmischen.

In zweien Ordnungen besteht die Welt:

In einer sichern, einer wechselnden.

Sag' also dem, der mit dem Glücke zürnt:

Den Tapfern drückt das Ungemach zuerst.

Leichname schwimmen oben auf dem Meer,

Indeß die Perle tief am Grunde ruht.

Siehst du nicht, daß der Sturm, wenn er ergrimmt.Die Ceder bricht, und das Gesträuch verschont?

So manche Bäume trägt der Erde Schooß,

Und dennoch steinigt man den Fruchtbaum nur.

Am Himmel sind der hellen Sterne viel;

Doch Mond und Sonne werden nur verdunkelt.

Du hieltest viel vom Glück, da dir es gütig war.

Und fürchtetest nur seine Uebermacht.

Es schläferte dich ein, und täuschte dich;

Auf helle Nächte folgen dunkele.

Dein Bruder.

Wer ist ein Bruder mir? Der in der Noth mir zu Hülst eilt»Wuchsest du denn vom Baum, daß du es Andern nicht bist?