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Fünfter Band.
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Spiegel der Muse.

Sich zu schmücken begierig, verfolgte den rinnenden Bach einstFrüh die Muse hinab, sie suchte die ruhigste Stelle.

Eilend und rauschend indeß verzog die schwankende FlächeStets das bewegliche Bild. Die Göttin wandte sich zürnend;Doch der Bach rief hinter ihr drein, und höhnte sie: FreilichMagst du die Wahrheit nicht sehn, wie rein dir mein Spiegel

sie zeiget!

Aber indessen stand sie schon fern am Winkel des Sees,

Ihrer Gestalt sich erfreuend, und rückte den Kranz sich zurechte.

Irrthum und irren.

Schadet ein Irrthum wohl? Nicht immer; aber das IrrenImmer schadet's; wie sehr, sieht man am Ende des Wegs.

Liebe des Irrthums.

Fremde Kinder, wir lieben sie nie so sehr, als die eignen;Irrthum, das eigene Kind, ist uns dem Herzen so nah.