163
Grazien gleich, dem Bad entstieg. Die Thränen der MusenFlossen noch jüngst in diesem Gefild, als endlich der LorbeerSelber verdorret« neben der Urne des römischen Barden.Schalten des Maro, vergib! Ich huldigte diesen GefildenNur mit flüchtigem Blick. Der schönen Parthenvpe FlurenSind zwar heilig dem Dichter, »nd gern besucht er die Stätte,Wo du vor Zeiten gewandelt, wo deine ländliche MuseGang ein askräisches Lied; allein mich winkt in der HeimathSchooß die Göttin zurück, der meine Leier geweiht ist»Schatten des Maro, vergib! Ich folg' ihr, die mich begei-stert.
Ob das lauliche Bad dir zum Heil sey, oder das kalte,Forsche vvm Arzt, und sey dem Wohlzuredenden folgsam,Bis untrügliche Zeichen verkündigen volle Genesung.
Diele gesundeten völlig im heiteren Dienste der Nymphen,Ehe die goldene Phöbe, zum dritten Mal sich erneuend,Wieder am Himmel erschien; doch Manche bezahlten der
Göttin
Erst nach längerer Frist, der Erhaltung froh, ihr Gelübde.Auch nicht selten verließ ein mitleidswürdiger FremdlingLrostlos wieder den Quell, und getäuscht von eiteler Hoff-nung.
Siehe, dem armen betrübt Heimkehrenden eilte die Gattin,Eilten die Kinder entgegen, und jubelten. Jetzt, ihn umar-mend,
Ahnen sie kaum, inbrünstig vom trautesten Vater geliebkost,Daß ihr inniges, heißes Gebet um seine Genesung,
Ach! des zärtlich geliebten, umsonst war. Schuldiget des
nicht,
Ihr Unglücklichen, nein, nicht schuldiget des die Najaden«