Sprossen päonische Krauter, und Alles berauscht im Ge-deih'» sich.
Fröhlicher seh» die Mütter den holdanlächelnden Säugling
An der stillenden Brust aufblüh'n, sanft wölbet der Jung-frau'»
Busen sich, Jünglinge glühn, durchströmt vom Gefühl der
Gesundheit,
Und graulockige Greise verjüngen sich. Aber vor allen
Segnet der schwer Erkrankte die heilende Macht Hygiea's,
Der, vom süßen Gefühl des neuen Lebens beseligt,
Mit noch zitternder Lippe den Dank der Erhalten» stammelt.
Preis dir, Herrliche, Preis! Was lebt auf der heiligen
Erde
Huldiget dir, denn Lein ist die Macht, zu erretten vom Tode.
Selbst du pflanzest den immer lebendigen Trieb der Erhal-tung
Allem in's Herz, was athmet. Des Walds hülflosen Bewoh-nern
Lehrest du selbst auf den Bergen die heilende Würze zu
finden,
Welche die Plag' abwendet, und neu die purpurne Welle
Kräftiget zum harmonischen Tanz in Herzen und Adern.
Ohne dichj, Göttin, erkrankt die Natur, und verderblicher
Seuchen
Schweres Gedünst wälzt über die Städte sich; feindliche
Sterne
Schütten die Pest auf das Land, und den Tod, und die grause
Verwesung.
Aber sobald huldvoll dein Antlitz wieder sich wendet:
Siehe, dann klärt urplötzlich der Himmel sich; Heil und Ge-sundheit