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Von Thümmel's beste Werke
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I«

Verdacht, dem sie bloß standen. Das Tribunal hingegenhielt sie hinlänglich für überwiesen, und ohne meine Gegen-vorstellung hätten sie vielleicht schon die Hueslion orsinoir«et extraorliiimne erlitten. Es thut mir leid, daß den ar-men Schelmen ihre Ehrlichkeit so übel belohnt worden ist.Daß mich ihre Unschuld jetzt mehr freut, als Schreibtafel,Venus und Brief, die ich eins wie daö andere für verlorenhielt, können Sie mir wohl zutrauen. Ich bin g'ücklich, daßmeiner über die Zeit verschobenen Abreise nun nichts mehrim Wege steht. Denn vielleicht wissen Sie schon, mein Herr,daß mich in Dentschland eine liebenswürdige Braut mitSehnsucht erwartet, um so viel mehr, da mein letzter Briefihr den Tag meiner Ankunft bestimmt, und sie gebeten hat,mir auf einem Gute ihrer Tante sechs Meilen weit entge-gen zu kommen. Die Aengstlichkeit, mit der sie mir sonachentgegen sehen muß, beklemmt mich nickt wenig. — Braucheich Dir, lieber Eduard, wohl die Stellen in dieser Erzäh-lung anzustreichen, die mir einen Stich nach dem andern in'sHerz gaben. Ich erduldete sie ohne Murren, als eine ge-rechte Züchtigung meines unverantwortlichen Leichtsinns.Kleinmüthig zog ick das anvertraute Gut auö der Tasche,aber wie ich es dem Eigenthümer einhändigte, brachten michdie Vorklagen, die ich beifügen wollte, in eine neue Verle-genheit. Auch diese schlug er sofort als ein Mann vonWelt nieder. Er öffnete die Schreibtafel, besah mit wahrenKenner-Augen Clärchenö Bild und überlas lächelnd meinEpigramm auf der Hinterseite. Die Gelegenheit war zugut, um ihm nicht die Veränderung bekannt zu machen, dieseitdem mit dem Original vorgegangen sey, und durch wel-ches Ungefähr ich heute ihr Gefolg verstärkt hätte. Nurheute? das ist glücklich! sagte er ein wenig ironisch (ver-muthlich hat der Pro- und LpiloguS Eins und daö Andere