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2,500 auf 5,000 vermehrt, worunter der weiblichen von 470 auf 1,500(diese nur für Tagesdienst, bei Nacht besorgen den Dienst blos Männer);die Telegraphistinnen in größerer Anzahl unter Matronen gestellt, ihnenauf's Humanste für ihre Beköstigung gesorgt*); bis Frühjahr 18732,800 Postmeister und Postmeisterinnen zum Telegraphendienst angelerntund verwendet**); die Zahl der Telegraphenstationen von 2,932 auf
") Herr Scudamore, welcher das Telegraphenwesen in der britischen Staats-verwaltung zunächst und unübertrefflich leitet, hat in einem seiner Berichte an denGeneral-Postmeister die Gründe auseinandergesetzt, warum Frauenzimmer fürdieses Geschäft besonders taugen. Sie haben ein schärferes Auge und rascherenBlick, feineres Gehör, delikateres Gefühl; widmen sich lieber einer sitzenden Be-schäftigung und ertragen das lange Sitzen geduldiger als Männer; sie arbeitenwillig für geringeren Lohn; dieser reizt noch weibliche Wesen von guter Erziehung,während Männer von gleichem Grade der Bildung es zu höher bezahlten Beschäf-tigungen bringen wollen; Frauenzimmer sind auch nicht so geneigt, strilrs zumachen und durch Complotte höheren Lohn zu erpressen. Auch lehrt die Erfah-rung, daß der Ton im Betragen des gesummten Personals durch die Mitbeschäfti-gung von Frauenzimmern sich hebt, vorausgesetzt, daß die Leitung eine kluge undartige ist. In Städten und auf dem Lande hat die Verwendung von Frauen undMädchen zum Telegraphiren sich gleich vortrefflich bewährt. Die Verwaltung sorgtfür ihre Bequemlichkeit in ihrer Beköstigung (oomkortadls urranAsmsnts kor tdeirinsals). Auf der Central-Telegraphenstation in London zunächst wurden dafürfolgende Einrichtungen getroffen. Die Telegraphistinnen bringen die Materialienzu ihrem Diner selbst mit. Die Verwaltung stellt ihnen aber Koch- und Tafel-geschirr, Tafellinnen, Feuerung und Bedienung frei zur Verfügung, und läßt ihnenzu gewissen Stunden Thee, Brod und Butter unentgeltich serviren. VerwaisteTöchter von Beamten, Gewerbsleuten, Comptoiristen u. s. w. ohne Vermögen,welche sonst genöthigt gewesen wären, Näherinnen zu werden, haben sich gernedieser Beschäftigung gewidmet. Die Telegraphenschulen verschafften doppelt so vielweiblichen als männlichen Schülern eine Beschäftigung. Von den kbOO Schülerinnenwurden einige in dem Central-Telegraphen-Departement, die übrigen als Gehül-finnen von Postmeistern in Stadt und Land angestellt.
**) Die K. Verwaltung sicherte jedem Postmeister, jeder Postmeisterin, jedemPostschalterbeamten, Sortirer, Briefträger und jedem Familien-Mitgliede dieserBediensteten ein Geschenk von 1 Pfund Sterling zu, wenn eine dieser Personeneinem Examinator einen gewissen Fortschritt in Handhabung von Telegraphen-Apparaten beweise. Mit diesem 1 Pfund Sterling per Kopf wurde erreicht, daßdie Verwaltung ungefähr 2,000 neue Telegraphisten erhielt, meist Söhne undTöchter von Post-Unterbeamten und Briefträgern.