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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
Entstehung
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118 Kupfer

Krystallen des regulären Systems, theils in durch Verwachsung und Verzerrung aus diesen ent-sicmdenen dendritischen Formen, in draht-, haar- und nadelförmigen Bildungen, in Platten unBlechen. Das Vorkommen deffelben auf Gängen und Lagern im Mandelstein! in krystallinisch""Schiefern, in der Grauwacke u. s. w., meist in Gesellschaft von Kupferverbindungen, spricht ss"eine secundäre Entstehung aus letztem; oft aber tritt auch wieder eine oberflächliche Oxydatw"ein, und am Ural z. B. finden sich nicht selten Blöcke, die im Innern gediegenes Kupfer, darüberRothkupfererz enthalten und mit einer Kruste von Malachit überzogen sind. Kleine Menge"des regulinischen Metalls finden sich auch in Deutschland, namentlich im rheinischen Schief""'gebirge und in den Kupferklippen bei Helgoland; größere Mengen liefern der Ural, Brasilie"-wo bei Bahia ein 2600 Pfd. schwerer Block gefunden wurde, Mexico, Cuba und Chile; über-raschend reiche Fundgruben sind neuerdings am Obern See in Nordamerika und in Australü"aufgethan worden.

Viel weiter verbreitet und für die hüttenmännische Praxis von großer Wichtigkeit sindKupfererze, welche der Bergmann in die beiden Hauptgruppen der sauerstoffhaltigen (och""'gen) und der schwefelhaltigen (kiesigen) theilt. Zu erstem gehört das Rothkupfererz (Kupstsoxydul, 6u 2 0), ein in Formen des regulären Systems krystallisirendes, dunkelrothes bis ble>graues Mineral, das von besonderer Schönheit in Cornwall, bei Lyon, im Banat und a>"Ural vorkommt, und dessen haarförmige, schön kirschrothe Abart den Namen Kupferblüte füh""Schwarzes Kupferoxyd ist neuerdings in beträchtlichen Massen und von großer Reinh"^am Obern See gefunden worden und bildet, mit Wasser verbunden und durch Manganoxyd ver-unreinigt, die Kupferschwärze. Aus basisch-kohlensaurem Kupferoxyd bestehen zwei der schönste"Mineralien: der blaue, zuweilen krystallisirte, häufiger aber derbe oder erdige Kup ferlas""(2 CuO, C0 2 -j- CuO, HO), dessen ansehnlichste Stufen bei Chessy unweit Lyon gebrochen'werden, und der prachtvoll grüne, seidenglänzende, meist radial faserige Malachit (CuO,C0 2 -f-Cu0, HO), den namentlich der Ural in mächtigen Blöcken von großer Reinheit liefertBeide Mineralien finden sich sehr gewöhnlich in den obern Teufen der Kupfererzgänge alswitterungsproduct auf den kiesigen Erzen, namentlich auf Kupferkies, entstehen sogar auf kupsis'nen Gerathen, welche lange Zeit in feuchter Erde vergraben liegen. Von geringerer Wichtig^sind das hellgrüne, nicht krystallinische Kieselkupfer (Kupfergrün), ein wasserhaltiges kieselsaure-Kupferoxyd, welchem sich der ähnlich zusammengesetzte, aber schön krystallisirte und dunkelgrü""Dioptas aus der Kirgisensteppe als Seltenheit anreiht; die grünen, meist deutlich krystallisirte"Verbindungen des Kupferoxydes mit Phosphorsäure und Arseniksäure, welche als Phosphorkupf""'Ehlit, Libethenit, Olivenerz u. s. w. bei Rheinbreitbach, in Ungarn und Cornwall vorkomme"-das dunkelgrüne basische Chlorkupfer (Atakamit, Salzkupfererz), das an der Algodonbai in B"-livia ergiebige Lager bildet. Unter den kiesigen Erzen steht an Häufigkeit obenan der Kupf""'kies, Schwefelkupfer mit Schwefeleisen (6u 2 8-j-Hs 2 8 3 ), messinggelbe, oft bunt angelaufe""-viergliederige Krystalle oder derbe Massen auf Gängen und Lagern in krystallinischen Gesteine"-in Thonschiefern und Grauwacken, meist begleitet von Bleiglanz, Blende, Quarz, Kalkspat"und Spatheisensteiu. Längere Zeit den oxydirenden Einflüssen der Luft und der Tagewässer a»-'gesetzt, geht derselbe in ein ziegelrothes erdiges Gemenge von Rothkupfererz mit Brauneisenstei"-das Ziegelerz, über. In der Zusammensetzung ähnlich ist das seltenere Bu ntku p fererz (3 ^S-J-Fe 2 S 3 ), ein meist derbes, rothbraunes, außen gewöhnlich buntschillerndes MineralDer grauschwarze, zweigliederig krystallisirende Kupferglanz (0n 2 8, Halbschwefelkupf""-kommt weniger in Massen vor, noch seltener der dunkelblaue Kupferindig (6u8, Einsah'schwefelkupfer). Dagegen bildet ersterer einen Hauptbestandtheil vieler zusammengesetzter, für ^Knpfergewinnung wichtiger Schwefelmetalle, namentlich des Bouvoonits und der FahleO"'Ganz eigenthümlich ist die Anhäufung geschwefelter Kupfererze im Kupferschiefer der 3"^steinformation, bergmännisch wichtig besonders am südöstlichen Harzrande, wo ein weit 3"'dehntes, aber wenig mächtiges Lager, das als zusammenhängende Platte gedacht nach von Car"""nur 0,s Linien Dicke haben würde, sich von der Grafschaft Mansfeld bis Kurhessen erstreckt. ® et 'selbe ist ein grauschwarzes inniges Gemenge von Thon, Kalk und bituminösen organischen Stosse"'namentlich einer zahllosen Menge von Fischabdrücken, in welchem hauptsächlich Kupferkies u"?Kupferglanz mit Schwefelkies, Blei-, Kobalt- und Molybdänverbindungen theils mikroskopflfein eingesprengt, theils in größern Partien ausgeschieden sind. Die Menge organischerin dieser merkwürdigen Bildung gibt einen Fingerzeig für ihre Entstehung. .Zu dieser 3 el(der Bildung des ältern Flötzgebirges) müssen große Massen von Kupferkies sich oxydirt babe"-und auf ähnliche Weise, wie noch jetzt in den Gruben durch Oxydation desselben vermittelst de