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Lampen
j*® n ä Mit Weingeist gefüllt ist. Die Dochttülle ist ein kleiner Blechcylinder a, welcher nahe an^nem obern Ende mit einer Scheibe von Blech versehen ist, mittels deren man ihn auf denbrn Rand des Spiritusgefäßes auflegt. Durch die Capillarität des Dochtes wird der Spirituszum obern Ende desselben hinaufgezogen und kann dort zu jeder Zeit entzündet werden. Zu
Deckel,
Fig. 5. Berzelius - Schieüclampe.
wo eine nicht zu starke Hitze nöthig ist, reicht diese Art Lainpe aus. Wenn sie außerbrauch gesetzt werden soll, bedeckt man das obere Ende des Glases mit einem cylinderförmigenwelcher möglichst genau auf den Hals des Spiritusbehälters paßt. Das Bedecken hat
nicht nur den Zweck, die Flamme, sofort zuverlöschen, sondern auch, während dieselbenicht gebraucht wird, das Verdunsten desAlkohols zu verhindern. Bei offener Lampewürde dadurch nicht nur ein unnöthiger Ver-lust an Brennmaterial bewirkt werden, son-dern auch, da namentlich der Alkohol ver-dunstet und das Wasser, welches er enthält,zurückbleibt, eine nachherige Entzündung desDochtes sehr erschwert werden. Um größereHitzegrade hervorzubringen, ist eine Lampemit Zugrohr vorzuziehen. Diese zuerst vonBerzelius eingeführten Spirituslampen wer-den deshalb auch gewöhnlich Berzelius-lampen genannt. Die Form, in welcherdieselben heutzutage gebraucht werden, weichtindeß von der ursprünglich durch Berzeliuseingeführten bedeutend ab, und die jetzt sogenannten Lampen ähneln den alten eigent-lich nur noch darin, daß bei ihnen ein Zug-cylinder angewendet wird. Fig. 5 zeigt einesolche. Auf einem festen Fuße A ist eineStange a eingeschraubt, auf der sich eineo . auf- und abwärts schieben läßt. An i ist nach hinten ein Arm angebracht,
to 1 einen Kasten von Metall B (meistentheils durchbrochen) trägt. Von demselben geht unten einde ab, welches mit der Dochthülse f verbunden ist. In dieser läßt sich mittels der SchraubeDocht auf- und abwärts drehen. An der Brennerhülse f sind seitlich zwei kleine Hülsen voncv et( *H angebracht, in welche sich das Zugrohr Ir einstecken läßt. In den Kasten B paßt dieD, ein gewöhnliches Medicinglas, welches unten mit einem durchbohrten Kork verschlossen' In. diesem steckt ein unten schräg abgeschlissenes Glasrohr. D ist der Behälter für denSpiritus. Man gießt die Flasche voll Spiritus, verschließt sie mitdem durchbohrten und mit der Glasröhre versehenen Korke, kehrtsie schnell um und steckt sie so in den Kasten B. Es fließt nun zudem untern Glasrohre Spiritus heraus, geht.durch das Rohr denach f und hört nicht eher auf zu fließen, als bis so viel Flüssigkeitin dem untern Theile von B sich angesammelt hat, daß das Glas-rohr da hineintaucht. Der Spirituszufluß hört dann auf und trittnicht eher wieder ein, als bis durch das Verbrennen in 1 das Ni-veau des Brennmaterials sich gesenkt hat. Dieser Einrichtung wer-den wir weiter unten bei den Flaschenlampen nochmals begegnenund dort das Princip, worauf der regelmäßige Zufluß des Oels be-ruht, näher kennen lernen. Eine andere Form der sogenannten Ber-, f . zeliuslampen, welche namentlich in Haushaltungen sehr beliebt ist,
Fig. 6, von der bereits in dem Art. Abkochung eine Beschreibung gegeben ist.a Höhere Temperaturen erzeugt man mit der Weingeistlampe, namentlich in der von Berzelius^^bgebenen Form, wenn man durch ein Gebläse künstlich Luft in die Flamme treibt, wodurch^^>ngs in derselben Zeit eine größere Menge Spiritus verzehrt, dafür aber die Intensität£ Verbrennung bedeutend gesteigert wird. Solche namentlich chemischen Zwecken dienende^spen wurden in besonders praktischer Form von Plattner in Freiberg construirt. Derselbe
^ mit Schraube
Berzelius - Kochlampe.
Haus-
und Familien-Lexikon. V.
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