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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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165
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Kastenlampe mit flachem Docht.

Lampen 165

^dlgefäß bei jeder beliebigen Lage des Fußes in senkrechter Stellung hängen bleibt. Daher eignen"ch solche Lampen gleich gut zum Tragen, Hinstellen und Aufhängen. Beim Aufhängen dient

zugleich der blankgeputzte tellerförmige Fuß als Re-flector für das Licht und gewährt eine größere Hellig-keit in dem Raume, den man gerade erleuchten will.Derartige Reflectoren werden weiter unten noch meh-rere Erwähnung finden.

Fig. 14 zeigt eine Lampe mit flachem Docht,bei welcher der Oelzufluß nach dem oben erwähntenPrincipe der Kastenlampe regulirt wird. A ist derOelbehälter, welcher durch ein Rohr 1' mit der Brenn-hülse ä in Verbindung steht, sodaß in letzterer dasNiveau immer ebenso hoch steht wie in A. Der Dochtkann durch den Schraubenkopfs vermittelst des geboge-nen Drahtes n in die Höhe geschraubt werden. DerBrenner ist des befiern Ansehens wegen mit einerlackirten Blechhülse B umgeben, welche auf einen be-sondern Fuß gesteckt wird. An B ist ein Träger t ange-löthet, auf desien oberm Ende ein blecherner Ring r ibefestigt ist. Außerdem ist an der Brennhülse einDraht s befestigt, welcher als Träger des Zugglases ndient. Der Blechring r i trägt eine Milchglasglocke I.Diese sehr bekannten Lampen sind hier nur der Voll-ständigkeit wegen zu erwähnen. Sie gebrauchen wenigOel, liefern aber auch eine sehr dürftige Beleuchtung.^ Viele Jahre hindurch waren die sogenannten

.^chiebelampen sehr beliebt und sind auch heutzutage trotz der vielfachen neuern Constructionen"«Merhin noch ziemlich stark in Aufnahme. In der That vereinigen sich mehrere Umstände, um

diesen Lampen gegenüber den vor etwa 20—30 Jahren ge-brauchten Constructionen den Vorrang einzuräumen. Zu-vörderst haben sie statt des flachen Brenners einen Argand-brenner; dann ist das Oelgefüß so eingerichtet, daß daflelbenicht nur einen hinreichenden Verrath von Brennstoff faßt,sondern auch ein immer gleich bleibendes Niveau in derTülle bedingt. Endlich besitzen sie noch einige andere An-nehmlichkeiten, die auf Aeußerlichkeiten der Constructionberuhen und welche sich aus der Beschreibung dieser Lampenvon selbst ergeben werden. Fig. 15 stellt einen theilweisenDurchschnitt einer Schiebelampe dar. Dieselben sind ent-weder von Messing oder Argentan construirt und bestehenaus einem massiven Fuße a, auf welchem ein ebenfallsmassiver Messingstab b, der an seinem obern Ende einen ab-schraubbaren Ringe trügt, steht. Auf diesem Stäbe ist mittelseiner Nuß cl die eigentliche Lampe auf und ab verschiebbar.Die Nuß ist ringförmig ausgehöhlt und steht nach der einenSeite mit dem Oelkasten, nach der andern Seite mit demBrenner in Verbindung. Jener besteht aus einem cylin-drisch oder vasenförmig gearbeiteten Behälter e, in welchenein anderer ähnlich geformter blecherner, oben geschlossenerund unten mit einer Oeffnung versehener Cylinder in f hincin-gesenkt werden kann. Der Arm, welcher die Nuß ä mit demBrenner verbindet, ist abwärts gekrümmt, um letzterm diefür den Oelzufluß passendste Stellung zu sichern. Die Oel-flasche m f hat an ihrer untern Oeffnung eine Ventilvorrich-tung. Wenn man den Brennstoff eingefüllt hat, so würdeFlasche nicht unikehren können, ohne jenen auszuziehen. Deshalb zieht man das Ventil

Fig. 15. Schiebelampe.

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Höhe, wodurch man die untere Oeffnung verschließt. Das Ventil aber hat einen Draht,