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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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187
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Der Lcirchenbaum (Pinas Larix),

Lärchenschwamm 187

tricina oder brigantina, üBtcmna vonBriancon. Sie schmeckt zwar süß, hat aber einen feinen Stichdon Terpentin. Siepurgirt nicht so stark wie die echte Manna, ist aber etwas reizend. Die Benutzung

zum Bauholz ist eine ganz notorische. Kein Nadelholzgibt besseres, jedoch nur dann, wenn der Stamm nie zurTerpentingewinnung angebohrt wurde. Der ohnehinin den Alpen so sehr schwierige Forstschutz beschäftigtsich größtentheils mit der Hinderung des Terpentin-bohrens. Soll das Holz gut sein, so muß es den kräf-tigsten Geruch nach jenem Stoffe haben. Es ist selt-sam, daß sowol in solche Schränke und Kommoden, dievon Lärchenholz, als in solche, die von Zürbelholz ge-fertigt sind, niemals Raubinsekten eindringen, sodaßHerbarien, Pelze u. dgl. in ihnen sicher aufbewahrt wer-den. Dies war schon im Mittelalter bekannt. Diealten italienischen Maler bedienten sich zu ihren Kunst-werken sehr gern des Lärchenholzes. Man nimmt vorallem das beste Holz zu Wasser - und Brückenbautenini Gebirge. Unter dem größten Wechsel der Wit-terungsverhältnisse bleibt dasselbe ganz unverwüstlich.Auch in Bergwerken, Wasserleitungen liebt man essehr. Selbst Mäste werden aus Lärchenstämmen her-gestellt. Man braucht es auch zur Fertigung vonDachschindeln und zu Weinfässern. Es ist nicht soleicht anzuzünden wie das der andern Nadelhölzer,Raffelt beim Brennen ungeheuer und hält nicht immer gut Feuer. Ueber den Werth derKohlen sind die Ansichten nicht übereinstimmend. Die Rinde wird als Gerbmittel geschätzt. DerLaubfall ist ganz außerordentlich. Unter den Feinden der Lärche erwähnen wir Wildpret, Viehsjad die Eichhörnchen, die oft durch Schälen der jungen Schosse sehr schaden. Unter den InsektenW es eine kleine aschgraue Motte, Tinea larioineUa. Ihre Eier überwintern an den abgefallenenfädeln. Das Räupchen ist ein sogenannter Sackträger. Seine erste und dringendste Sorge ist, sichLoch in eine Nadel zu bohren, ihr Mark auszufressen und dann a posteriori hineinzusteigen bis^ den vordern Ringen. Ist der Sack ja zu knapp geworden, so bereitet sich das Thierchen eine neueMlse. Die grauweißen Räupchen erscheinen in ungeheuerer Masse, und die befallenen Lärchen-^uine sehen aus wie mit gelbenFleckchen bespritzt, so viele Nadeln sind beschädigt und verletzt. Bis-weilen sind ganze Bäume kahl. Indessen hat dieLärcheeine wunderbare Fähigkeit, dergleichen Schäden zuüberdauern. Interessant ist die Verbreitung derMottebei uns, wo doch der Baum gar nicht heimisch ist.Und ganz besonders merkwürdig dürfte es sein, daßman oft die Motte auf ganz vereinzelten Bäumenantrifft. Schnee, Trockniß, Frost, alle diese Uebelthun der Lärche wenig Schaden. Weniger angenehmsind Waldbrändc und kleine sogenannte Lauffeuer,da dieLärchenrinde wegen ihresHarzreichthums leich-ter Feuer fängt als die andern Coniferen. Wir bil-den unter a und b einen Zweig mit weiblichen Blütenund einen solchen niit Frucht ab, beides in y 3 natür-licher Größe; c ist ein männliches Kätzchen in halberGröße, ä eine Fruchtschuppe mit Samen in natür-licher Größe.

Lärchenschwamm, Polyporus officinalis Fr.(Boletus Laricis Jacq.). Den Charakter der Gat-tung gaben wir in dem Art. Feuerschwamm. Dergemeine Lärchenschwamm, gebräuchliche Löcherpilzgehört unter die Abtheilung der stiellosen Arten, derenHut seitenständig, Wagerecht ist und die Poren nachDer gemeine Lärchenschwamm. unten trägt. Der Hut unserer Art ist zuerst fast fleischig,

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