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gedrückt, igelstachelig, zwetklappig, drei-, enffamig. Die Samen sind glänzend und kugelig- denn
(st. Bonduc L. ist ein stattlicher Strauch mit höckeriger und stacheliger, grüngrauer Rinde. Hebe
Die Zweige breiten sich weit aus. Die Blätter haben eiförmige spitze Blüttchen mit feiner ;
haarung. Die Deckblätter sind spitzlineal und fallen zeitig ab. Die Blumen sind gelb und bilden fyetr:
eine nickende Traube auf einem übermäßig stachelreichen Stiele. Das tropische Amerika ist ^ sowie
Heimat dieses Strauchs. Die Samen wirken brechenerregend. Ein aus ihnen gepreßtes Oel nurd erf^j
gegen Lähmungen gebraucht. Die Blätter geben Thee wider gastrische Leiden, Wassersucht, Würmer- li^,
Die Wurzel braucht man bei der Ruhr. — Die Gattung Caesalpinia klirrn, besteht aus herrliche fü[(t (
Bäumen mit doppeltpaarig gefiederten Blättern und großen Rispen oder Trauben mit sehr schönen (it ^
Blüten. Der Kelch ist am Grunde becherförmig, gleich oder ungleich getheilt. Die Blumenblätter [titm
sind groß und genagelt, die zehn Staubgefäße aufsteigend, am Grunde zottig. Die Hülse ist um dezh,
bewehrt, zwetklappig, oft zwischen den Samen mit falschen Scheidewänden. 0. Sappan L. ist c | n zurw
hoher Baum mit stacheligen Zweigen, unbewehrten Blättern, großen gelbblumigen Rispen m M ^
Ostindien. Er gibt ein schönes rothes Holz, das nach und nach sich schwärzt. Das Lignum Sapp ast gehn
gilt als falsches Santelholz und wird zur Gewinnung einer rothen Farbe benutzt. 0. brasiliensJ® Der
L., ein nnbewehrter Baum der Antillen mit gelben Blumen, gibt das westindische Fernambukholz- vrit
Von 0. babarnonsis Lam., einem stacheligen Strauch der Bahamainseln mit weißlicher Blume, bar«
erhält man das gelbe Brasilienholz. — Haematoxylon L. ist der Blutholzbaum. Bei ihm ist ^ er^x
größte Merkwürdigkeit, daß die flachgedrückte, lanzettliche, einfächerige, zweisamige Hülse nicht aus getfti
den Nähten aufspringt, sondern mitten in den Klappen reißt. Der Kelch ist fünftheilig mit bleibendem ^
Rohr und abfälligem Saum. Die Blumenblätter sind kaum länger als der Kelch, die Staubfäden feiten
am Grunde behaart. Der Staubbeutel ist ohne Drüsen, der Griffel haarfein mit becherförmig^ Sted;
Narbe. H. Campechianum L. ist ein Baum, der die Höhe von 50 Fuß erreicht. Der Stamm ist ftefye
schwarzbraun und meist krumm. Die Zweige sind ab und zu dornig, die Blätter paarig gefiedert,drei- bis vierjochig, kahl und die Blättchen verkehrt-eiförmig, glänzend, gestreift, die BlütentraubeUachselständig, einzeln oder paarig. Der Kelch ist erst purpurn,dann gelb, die Blume gelb. DieHeimak i)e n
dürfte besonders Jucatan sein. Jetzt ist der Baum viel im tropischen Amerika cultivirt. Inter- b er
essant ist es, daß alle Reisende versichern, es wäre eitle Mühe, in Campechewäldern noch andere Thxj
Pflanzen zu suchen. Dort wäre fast alles verschwunden. Das innere rothe Holz ist das berühmte ^
Blauholz, Blutholz, Campecheholz, Lignum oampsobianum oder caeruleum. Es kommt in große» Anß
Bohlen in den Handel und gibt den bekannten Farbstoff. In Amerika braucht man es noch, ^ bete
sonders die Rinde und den gelben Bast, als schweißtreibende Mittel. Auch das ausfließende rotheGummi wird wie Gummi-arabicum benutzt, und die Früchte wendet man zu Umschlägen ber 5(uf
Rheumatismen an. fi& e j
Aus der großen Abtheilung der Nirnoseae nennen wir nur noch die Gattung Inga klum-Sie gehört so gut wie Acacia L. unter die Gruppe mit einfächerigen Hülsen; allein sie sind bo sag-,
Inga nicht leer, sondern mit einem Fruchtmark erfüllt. Der Kelch ist fünf-, selten sechszähnig, b ' eBlume einblätterig. Die Staubgefäße sind zahlreich, getrennt voneinander. Die Hülse ist 3 e ‘ find
schwollen, walzig, kaum aufspringend. Die Arten sind tropische Bäume, welche meist unbewehrb sätzx
selten stachelig sind. Die Blätter sind einfach oder doppeltgefiedert, die Blüten kopfig. Man fP e jj berf
das Fruchtmark und verordnet es besonders auch bei Katarrhen. Die Rinde ist bitter und gwals tonisches Mittel bei Wechselfieber. Jene der molukkischen Inga saponaria W. wird gego» tbüi
Ausschläge und Insektenstiche gebraucht. Man bedient sich ihrer auch beim Waschen wie Seist' seitj
ebenso wie des Fruchtmarks des Seifenbaums (Sapindus saponaria). schc,
Lehm nennt man einen durch Eisenoxydhydrat-, Sand- oder auch Kalkbeimengungen veruN- rech
reinigten Thon. Durch das Eisenoxydhydrat erhält derselbe in der Regel eine gelbliche oder teer
bräunliche Färbung, die aber beim Brennen zu Ziegeln durch Austreibung des Wassers in ei»r dun
rothe übergeht. Lehm ist infolge seiner Beimengungen nie so plastisch als Thon und kann des-halb auch nicht wie dieser zu feinern Töpferarbeiten verwendet werden, während er sich zur H^' lest
stellung von Ziegeln noch recht gut eignet, solange er nicht durch Kalkbeimengung einen wehr fäh,
mergeligen und noch weniger formbaren Charakter annimmt.
Man findet den Lehm in der Regel als diluviale Ablagerung an der äußern Erdoberfläast Nrit
oder doch ganz nahe unter derselben. Den etwas kalkhaltigen Lehm mit unregelmäßigen Mergel' He
knollen (Lößkiedeln) darin hat man in den Rheingegenden Löß genannt, und diese Benennung «u«
ist dann von den Geologen auf alle diluvialen Lehmablagerungen übertragen worden. I» der 3itt
Gegend von Wien nennt man ein Mittelding zwischen Lehm und Thon, welches dort znr Ziegel' schi
fabrikation verwendet wird, Tegel. Dieser Tegel ist aber etwas älter als Diluvial, er gehört z Dfi