Liqueure 267
^3 en Spiritus, sondern vielleicht nur achtziggrüdigen zur Disposition hat. Man muß dannnatürlich entsprechend mehr nehmen, doch so, daß der Alkoholgehalt des Liqueurs gerade wiederedenso hoch wird. Da 4,25 Quart neunziggrädiger Sprit — 4,25 X 90 Quartprocenten sind, so
»>ird dieselbe Zahl Quartprocente in - -— 4,75 Quart achtziggrüdigen Sprits enthalten
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! cin , und so viel hat man demnach zu nehmen. Dadurch aber kommt schon ^ Quart Waffer mitden Liqueur, welches man von der ganzen Wassermenge, 3,75 Quart, abzuziehen, demnach nurO/B Quart zu nehmen hat. Das Uebrige bleibt sich gleich.
. Die verschiedenen Liqueure, welche aus ätherischen Oelen bereitet werden, unterscheiden sich fastMmer nur durch die Natur der letztem, während sich ihr Gehalt anZucker, Alkohol und Wasser gleich^eibt. Es ist daher sehr Vortheilhast, zum Zwecke der Bereitung solcher Liqueure sich ein für alle-mal eine Mischung aus Alkohol, Wasser und Zucker herzustellen, welche man dann nur durch die^reffenden Oele zu aromatisiren braucht. Solche süße alkoholische Flüssigkeiten nennt Otto"chneurkörper. Offenbar werden die Liqucurkörper für Cremes, gewöhnliche Liqueure und Aqua-voneinander unterscheiden müssen; aber auch schon innerhalb dieser einzelnen GruppenWiren, je nach dem Geschmack des Publikums, gewiffe Verschiedenheiten, indem die einen einenI^ößem, die andern einen geringern Alkoholgehalt u. s. w. vorziehen. Folgende Vorschriftenwerden für die meisten Fälle ausreichen.
y
Li queurkörperfür
Cremes und £
Zucker im Quart, 36 Proc.4,0 Quart Sprit,
„ Zuckersirup,
1 ' 2 „ Wasser.
2) 0,9Psd.ZuckerimQuart, 36Proc.Tr.4,0 Quart Sprit,
4,5 „ Zuckersirup,
1,7 „ Wasier.
uiles.
3) 0,8 Psd. Zucker im Quart, 38 Proc.Tr.4,2 Quart Sprit,
4,0 „ Zuckcrsirup,
2,0 „ Wasser.
1 ) 0 ,
ISPfd.
4,45
Liqueurkörper für Liqueure.
Zucker im Quart,40 Proc.Tr.Quart Sprit,
„ Zuckersirup,
„ Wasser.
2) 0,7 Pfd.Zucker im Quart, 40 Proc. Tr.
4.4 Quart Sprit,
3.5 „ Zuckersirup,
2,3 „ Wasser.
3) 0,6 Psd. Zucker imQuart, 40 Proc.Tr.4,4 Quart Sprit,
3,0 „ Zuckersirup,
2,8 „ Wasser.
4) 0,5Psd.Zuckerim Quart, 42Proc. Tr. 5i 0,4 Psd. Zuckerim Quart, 44Proc.Tr.
4,7 Quart Sprit, 4,9 Quart Sprit,
2,5 „ Zuckersirup, 2,0 „ Zuckersirup,
3,0 „ Wasser. - 3,3 „ Wasser.
1)0,z
Liqueurkörper für Aquavite.
Zuckerim Quart, 45 Proc. Tr. 2) 0,25 Psd.Zucker im Quart,46 Proc.Tr. 3)0,2?'? Quart Sprit, ' 5,1 Quart Sprit,
L» „ Zuckcrsirup, 1,25 „ Zuckersirup,
d ' 7 „ Wasser. 3,8 „ Wasser.
Pfd. Zucker im Quart, 47 Proc. Tr.5,2 Quart Sprit,
1,0 „ Zuckersirup,
4,0 „ Wasser.
4) 0,125 Pfd. Zucker im Quart, 48 Proc. Tr.
5.3 Quart Sprit,
0,6 „ Zuckersirup,
4.3 „ Wasser.
5) 0,1 Pfd. Zuckerim Quart, 49Proc.Tr.5,4 Quart Sprit,
0,5 „ Zuckersirup,
4,3 „ Wasser.
I ist hier immer neunzigprocentiger Sprit angenommen und, wie gewöhnlich, 66 Proc.^ckersirup. Hat man andern Spiritus, so lassen sich die Vorschriften sehr leicht auch dafür brauchen.
. wird nämlich der Liqueurkörper für je 2 Proc. Tr., welche der Sprit schwächer oder stärkerI' um i Proc. schwächer oder stärker. Wenn man also z. B. zu dem Liqueurkörper Nr. 4 anstatt'prit von 90 Proc. solchen nur von 82 Proc. nimmt, so wird der Alkoholgehalt anstatt 40 Proc.
nur 36 Proc. Soll nun aber der Körper den ursprünglichen Alkoholgehalt behalten, soussen von dem 82 procentigen Sprit 0,4 Quart mehr, also anstatt 4,4 Quart 4,8 Quart genom-iverden. Dafür natürlich muß man so viel Waffer weniger zusetzen, also statt 2,o QuartQuart. Will man im Gegentheil Liqueurkörper von auderm Alkoholgehalt als dem angege-^Uen herstellen, so gilt die Regel, daß das Product für je 0,i Quart Sprit von 90 Proc., das°n Mehr oder weniger nimmt, um 1 Proc. Tr. stärker oder schwächer wird. Diese Regel wiederstell ^nueur Nr. 4 bezogen und angenommen, man will nur 36 procentigen Liqueur her-^ besagt, daß man anstatt der 4,4 Quart Sprit nur 4 Quart Sprit zu nehmen hat und denim? ÖOn Quart im Waffer zu ersetzen, also 2,4 Quart Wasser anzuwenden hat.sich bie Menge des ätherischen Oels betrifft, welche zum Aromatisiren nöthig ist, so lassenUnd ßt t '^ er keine allgemein gültigen Vorschriften geben, da die Oele an Intensität des Geschmacks^ Geruchs außerordentlich verschieden sind. Es ist vielmehr für jedes einzelne Oel eine bestimmteige erforderlich, und hierüber mögen folgende Angaben als Anhaltspunkte dienen.