Neusilber
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«inet Stelle seines Verlaufs gereizt wird. Diese Reizung beruht entweder in einer Blutüberfüllung,Entzündung, Geschwulst des Nerven, sodaß die Nervenfasern von den umspinnenden Blutgefäßen,von den Ausschwitzungen oder der Geschwulst gedrückt oder in ihrer Ernährung gestört werden;°fc«t in einem Drucke benachbarter Theile auf den Nerven, welcher besonders leicht da eintritt, wo^«r Nerv einen sehr engen Kanal sz. B. im Knochen) durchläuft, sodaß er einer Blutüberfülluug,Anschwellung oder Neubildung in der Umgebung nicht ausweichen und, falls er selbst anschwillt,^ich nicht frei ausdehnen kann; oder in einer Zerrung, wie sie durch Verwachsungen und Narben-bildungen nach abgelaufenen Entzündungen und nach geheilten Verwundungen sich bisweilennusbildet, oder in einer Reizung durch eingedrungene fremde Körper, Nadeln, Knochensplitter u. s. w.,«der endlich in Ernährungsstörungen des Nerven, wie sie durch Blutleere, Metallvergiftungen(besonders Blei), durch das Malariagift (aus dem das Wechselfieber entsteht) u. a. m. herbei-geführt werden können.
Alan kann bei der Neuralgie zwei verschiedene Sitten des Schmerzes unterscheiden, einen an-haltenden, durch Druck vermehrten, auf bestimmte Stellen einer Nervenbahn beschränkten, wenigerdurch seine Heftigkeit als durch seine Dauer lästige Schmerz, und einen in einzelnen Anfällenauftretenden, von einem bestimmten Punkte ausstrahlenden, heftigen und oft unerträglichenSchmerz. Sluch der dauernde Schmerz zeigt bisweilen Unterbrechungen, bisweilen Verschlimme-rungen. Die Schmerzansälle erfolgen, außer bei den Malarianeuralgien (s. Wechselfieber) mitnnregelmäßigen Pausen, bald häufiger, bald seltener. Oft werden sie bei bestimmten Veran-iassungen regelmäßig hervorgerufen, z. B. nach Reizungen der Haut im Bereiche des krankenNerven durch Druck, Reibung, Kälte, Wärme oder selbst nur leichte Berührung; ferner nach Be-rgungen der schmerzhaften Theile oder nach Gemüthsbewegungen. Selten verliert sich eine ein-mal eingebürgerte Neuralgie (ausgenommen die aus der Malariavergiftung entstandene) von'°lbst wieder, selten wird sie geheilt, bisweilen endet sie mit nachbleibender Empfindungslosigkeitber schmerzhaft gewesenen Theile.
Die Behandlung der Neuralgie hat sich zunächst aus die Ursachen zu richten. Die aus einerMalariavergiftung entstandenen Neuralgien heilen in den meisten Fällen nach dem Gebrauche
Chinarinde. Die rheumatischen Neuralgien werden durch Ableitungen auf die Haut mittels^asenpflastern, Brennungen, elektrische Reizung häufig gebessert. Liegt Druck oder Zerrung einesNerven zu Grunde, so können dieselben in gewissen Fällen durch eine Operation beseitigt werden;>>t eine Metallvergiftung im Spiele, so richtet sich die Behandlung auf Beseitigung der letztern;ebenso weichen die aus einer Anämie entstandenen Neuralgien auf Behandlung der Anämie mit'leiunittetu. Sind die Ursachen nicht zu beseitigen, so muß man auf Linderung des Schmerzesurch Mittel denken, welche die Nerventhätigkeit zeitweilig herabsetzen, wie dies der elektrische"ironi, die Kälte und gewisse narkotische Mittel thun. Erstere beiden Mittel werden stets örtlich,
• h- im Bereiche des kranken Nerven, letztere örtlich oder innerlich angewandt. Skuch Reizungener Haut durch reizende Salben u. s. w. lindern oft den Schmerz, indem sie durch HervorrufungiAr- ä a,lb ent prickelnden Schmerzes die Empfindung des ursprünglichen Schmerzes lindern. ImMimnisten Falle schreitet man zur Turchschneidung des Nerven, sofern es möglich ist, die Durch-hhneidnng oberhalb der erkrankten Stelle vorzunehmen, d. h. die Verbindung des erkrankten oder9erei Steu Nerventheils mit dem Gehirn zu unterbrechen. Solchenfalls wird allerdings das UebelEndlich geheilt, allein es bleibt eine Empfindungslosigkeit der vorn Nerven versorgten Theile" b ' wenn der Nerv auch BeweguiigSfasern enthielt, zugleich erne Lähmung gewisser Muskelnuruck. Der Gesichtsschmerz, .die Migräne und der Zahnschmerz, welche zum ^.heil ebenfalls zu511 Neuralgien gehören, sind in besondern Artikeln abgehandelt. , ,
in Neusilber (Argentau, Packfong). Schon zu Anfang des vorigen Jahchunderts kannte man^Europa ein weißes Metallge.nisch, welches unter de»i Namen Packsong, d. h. Weitzkupfer, ausr na eingeführt wurde; der schwedische Chemiker Engström erkannte ,n demselben 1t/6 einer> r >i»g von Nickel Zink Kupfer und etwas Eisen. Eine ähnliche Eomposition war schon seit'«»gerer Zeit in Suhl aus nickelhaltigem Kupfer, welches dortige Hüttenwerke lieferten, mit Zusatz,Zink dargestellt und zu Gewehrgarnituren, Sporen u. dgl. verarbeitet worden. Die Legirungindeß ziemlich rinbekannt, bis ein deutscher Industrieller, Geitner in Schneeberg, dieselbe ing 7"n Quantitäten darstellte und als Neusilber oder Argentan m den Handel brachte; seitdem' °>e Eomposition sehr beliebt geworden, hat alle übrigen filberähnüchen Legirungen fast ganzDrängt und wird fabrikniäßig bereitet. Hauptorte für Neusilberfabrikation sind in Deutschlandz und Wien, in England, welches die deutsche Erfindung in großartigem Maßstabe aus-utet und wo die Legirung auch den Nanien geraum silver (deutsches Silber) führt, BirmiNg-