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Nonius
Nivellement von . .. bis . . .
713
.§ Zs 1
Lattenhöhein denStations-punkten.
Zoll. J Linien.
1
16
7,5
2
12
5,3
2
10
2,8
3
36
9,25
3
24
1,4
4
9
0,6
4
12
5,8
5
3
2,75
Höhenunterschiededer Horizonte der einzelnenStandpunkte,
PositiveZoll. j Linien.
11
2,5
7,85
10,35
5,15
negativeZoll. ! Linien
0,2
BerechneteLattenhöhenfür den erstenHorizont.
Zoll. Linien.
38
23
14
11,75
10,S5
7,9
BerechneteLattenhöhenfür den Hori-zont des tiefstenPunktes.
Zoll. I Linien.
15
24
Bemer-
kungen.
4,25
6,45
0,8
3,85
Die Einrichtung dieser Tabelle und die in der vierten, fünften und sechsten Colonne ausge-führte Berechnung, wonach der Punkt 5 um 16" 7,5"' — 14' t,9 — 24' 3,8s"' — 22"
4,25'" — l" 11,6"' über dem Punkt 1 liegend gefunden wird, bedarf im Hinblick auf die ge-gebenen Erörterungen wol keiner wettern Auseinandersetzung. Die Colonne für die Entfernungje zweier aufeinander folgenden Punkts ist überflüssig, wenn nur das Gefalle der betreffendenPunkte gefunden werden soll und ist im allgemeinen nur erforderlich, wenn auf Grund des aus-geführten Nivellements ein Profil, d. h. eine graphische Darstellung der verschiedenen Höhen-lagen der einzelnen Punkte angefertigt werden soll. Hierbei niinmt man immer an, daß dieNivellirten Punkte in einer Verticalebene nebeneinander liegen, und trügt die für sie berechnetenGefalle entsprechend auf. Zu diesem Zwecke zieht man eine horizontale Gerade, Haupthorizontale,trägt auf dieselbe nach verjüngtem Maßstabe der Reihe nach die Entfernungen der Stativus-endpunkte voneinander auf, errichtet in den so gefundenen Punkten Senkrechte, die man den inder sechsten Colonne berechneten Werthen entsprechend lang macht, und verbindet endlich dieEndpunkte dieser Senkrechten durch eure gebrochene Linie. Gewöhnlich wird dabei für die Höhen-derpendikel, um dieselben recht hervorzuheben, ein größerer Maßstab zu Grunde gelegt als fürdie Stationslüngen.
Hat daS auszuführende Nivellement den Zweck, die Bedingungen festzustellen, welche für denBau einer Eisenbahn oder eines andern ähnlichen Unternehmens die günstigsten sind, so wirdzuerst die Operation des Nivellirens ohne Rücksicht auf die kleinern Unebenheiten des Terrainsausgeführt, denn diese sind für die Möglichkeit des Baues und für die Auswahl unter den ein-zuschlagenden Linien nicht maßgebend. Man bestimmt vielmehr blos, aber mit vorzüglicherSchürfe, die Höhenunterschiede der durch ihre ausgezeichnet hohe oder tiefe Lage hervorstechendenPunkte, weil von ihnen hauptsächlich jedwede der zu gebenden Entscheidungen abhängig ist. DieseOperation heißt das Vor-, General- oder Recognoscirungsnivellement im Gegensatz zu demDetailnivellement, durch welches die Höhenunterschiede der Zwischenpunkte ermittelt werden.
ÄvNius. Der Portugiese Petro Nunez (Petrus Nonius) hat im Jahre 1492 ein Verfahrenaugegeben, mittels besten man kleine Winkel genau mesten konnte. Aus diesem Verfahren, aufElches wir hier nicht näher eingehen, ist das Instrument entstanden, welches später mit demManien jenes Mannes bezeichnet worden ist; 139 Jahre später (1631) machte ein niederlän-Mcher Schloßhauptmann Pierre Vernier dieselbe Erfindung noch einmal, wenn er nicht etwa von^ Erfindung des Nunez Kenntniß gehabt hat. Aus diesem Grunde nennt man besonders inFrankreich das Instrument auch Vernier.
.. Wenn man eine bestiinmte Länge mit einem Maßstabe mißt, so wird man selten finden, daßZr Linie genau mit einem Theilstriche des Maßstabs zusammenfällt, sodaß also z. B. bei einemj* Zoll und Linien getheilten Maßstab die Länge genau in ganzen Zollen und Linien angegebenrrden könnte. Für gröbere Messungen genügt nun wol eine Abschätzung des Bruchtheils, welcherDc ^ hinzuzuaddiren ist; für feinere Messungen aber, wie sie in der Astronomie, in der Physik, in