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In der Praxis muß man aber diese Weite noch um einiges überschreiten, weil die durch den Roststreichende Suft kalt ist, folglich ein geringeres Volumen einnimmt als d>e erhitzte Luft, d,e sich md°n Zügen bewegt. Außerdem setzt sich sehr bald in den Zügen Afche ab, welche d.e muere Wetted-rselben verengt und die Reibung vergrößert. Dre Ef,e muß w.ederuul mmdestens dre elbe We.tehaben wie die Feuerzüge; bei mehreren Feuerungen, dre rn dre E,se gelertet werden r,t natürlichauch eine etwas größere Weite erforderlich. Kurz, rnan muß bei den Zugenernrrchtungen stetsdanach streben daß die Lust auf ihrem Wege nröglrchft wenrg gehemmt werde. Au« dlesemGrnndesind auch allzu häufige Umbiegungen in schärfern Ecken zu vermeiden, da die Lust sich daranstaut. Am besten ist e« die Züge da, wo sie eine andere Richtung annehrnen, abzurunden, waswol namentlich bei großem Oefen Berücksichtigung verdient. Die Lage der Züge ist übrigensgleichgültig Wenn die Luft gehörig warm in die Esse tritt rmd die Esse selbst richtig gebaut ist,s° kann man die Züge horizontal, vertical, schräg, überhaupt in jeder beliebigen Richtung führen,ahne daß eine Stockung des Luftstroms eintritt. Ja man kann dort, wo das Leitungsrohr vomOfen nach der Este beginnt, den heißen Luftstrom vorher wieder beliebig weit abwärts steigenlasten, wenn nur dafür gesorgt ist, daß er sich auf diesem Wege nicht allzu stark abkühlt.
c) Sind die ersten beiden Bedingungen erfüllt, fo kommt es nun zuvorderst darauf an, daßd°r Ofen auch leicht, wenn möglich schnell die Wärme an^die Zimmerlust abgebe. Hier kommtvor allem das Material, aus dem der Ofen gebaut ist, in tfwgc. ^'^e Waimeleiter^ wle Eisen,erhitzen sich schnell, werden aber ebenso schnell wieder abgekiihlt; dagegen find schlechte Wärmeleiter,von denen hier namentlich die Thonmasse in Frage kommt nicht >m stand-- sich schnei .u .hrerganzen Masse hindurch zu erwärmen, umgekehrt, aiich nicht die Warme schnell wieder abzugeben.Beide Arten von Materialien bieten sonach bei der Construction von Oefen gewiste Vortheile.Eiserne Oefen heizen schnell, verkühlen aber auch ebenso bald; thonerne Oefen heizen sehr langsam,halten aber auch die Wärme lange fest. Hiernach wird schon der fpecrelle Zweck, dem ein Ofendienen soll iinnier einen Anhaltepunkt für die Wahl des Materials bieten. Wenn große Räumeeine lange Zeit hindurch immerfort in einer möglichst gleichmäßigen Temperatur erhalten.werdensollen so kö'inen eiserne Oefen nur ausnahmsweise zweckentsprechend sein (s. weiter unten); da-qeaen'sind hier gut construirte thonerne Oefen passend. Umgekehrt, wenn man in kurzer Zeit eineschnelle Wärme verlangt, ist der Thon als Ofenmaterial ganz unpraktisch. In Betreff der An-nehmlichkeit, welche jeder der beiden Sorten bietet, verdienen die thönernen Oefen den Vorzug,da ihre Temperatur niemals allzu hoch steigen, die Lust also auch nicht stelleiiweise zu stark erhitztwerden kaun. Wenn man dagegen mit eisernen Oefen eine starke Temperaturerhöhung hervor-bringt, so kommen die den Feuerraum umgebenden Metalipartien leicht ins Glühen, woraus ingesundheitlicher Beziehung erhebliche Nachtheile erwachsen können.^ (Vgl. Luftheizung.) Sehrpraktisch sind Oefen, bei denen beide Materialien compouirt sind; dies läßt sich auf verschiedenemWege erzielen, gewöhnlich aber erreicht man es dadurch, daß der Feuerraum au« einem eisernenKasten besteht, auf welchem dann ein thönerner Aufsatz angebracht ist, in dem die Züge befindlichfind. Um den Feuerraum vor allzu starker Erhitzung zu schützen, ist derselbe >m H"uern an derStelle wo das Brennmaterial verbrennt, mit Thon gefüttert. Außer dem Material kommt auchdie Form de« Ofens in Frage, wenn es sich um die Erwärmungsfäbigkeit desselben handelt. Wollteman einen sehr compacten Ofen construiren, in welchem nicht nur in unmittelbarer Berührungmit den Außenwänden die Züge, sondern auch im Innern angebracht find, so würde die Wärme,welche in den innern befindlichen stark erhitzten Schiebwänden zwischen den Zügen aufgenommen'st, nur äußerst langsam an die Luft übergehen, indem sie erst durch die ganze Lange des schlecht-leitenden Materials hindurchgehen müßte. Daher ist eine cylindri, che »orm für einen Ofen un-praktisch. Große Oefe», namentlich wenn fie aus Thon bestehen, haben daher Vortheilhafterweise'M Innern noch einen Kanal, welcher im Ofen unb am untern Ende init der Zimmerlust in Ver-Endung steht. Ueberhaupt hat man darcucf zu sehen, daß wenigstens eine Dmnd eines jeden3ügs in unmittelbarer Berührung mit der Luft sich befindet. Die Erwärmung der Luft fiiidetvämlich in der Weise statt, daß die kalte Lust, welche entweder direct durch Ventilation herbei-Srführt wird oder durch die Thüreist und Fensterritzen, nachdem sie mit dein erwärmten Ofen inBerührung gekommen ist, sich ausdehnt und in die Höhe steigt, dann an der Decke des Zimmer«w lange verweilt, bis fie sich genügend abgekühlt hat, um dann wieder zum Fußboden herabzu-Unken und dann diesen Weg abermals zurückzulegen. Die Wärmestrahlung, welche vom Ofen"usgeht, kommt in Betreff der Erwärmung der Luft wenig oder gar nicht in Frage, sondern kannNamentlich bei eisernen Oefen eine unangenehme Beigabe sein, weswegen man sich auch durchBufsteilnng von Schirmen dagegen zu schützen pflegt. (Man vgl. hierüber den Art. Heizung.)