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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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747
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Oefen 747

^Iten bis zur Höhe des Feuerraums gehen läßt und dort in die Esse leitet. Die kalte Luft sinkt dannhöchstens in der Esse herab, kann aber nicht in dem Rauchleitungsrohre nach dem Ofen emporsteigen.

Was nun die Arten der StuLenöfen betrifft, so können wir unshier selbstverständlich nur gewissermaßen auf einige Repräsentantenderselben beschränken, wobei ausschließlich die Verschiedenheiten inder innern Construction maßgebend sind. Eine der einfachsten Artist der Kanonenofen (Fig. I). Derselbe ist aus Eisen, hat meist einecylindrische Form und eine Höhe von 2 — 5 Fuß. Bei den kleinernExemplaren brennt das Feuer direct vom Rost in das aufwärtsgehende Rauchrohr hinein; infolge dessen zieht sehr viel Wärme indie Este, während der Ofen davon nur einen verhältnißmäßig ge-ringen Theil erhält. Daher sind diese Oefen, auch wenn es sichum Brennmaterialersparniß handelt, unpraktisch. Bei den gröherncirculiren die Feucrgase wenigstens einmal auf und ab im Ofen selbstund gehen dann erst in das Rohr, wodurch an nutzbarer Wärme ge-wonnen wird, und meist hilft man sich noch dadurch, daß man dasRauchrohr auf Umwegen zur Esse führt, indem man es mehrmalsauf- und abgehen läßt. Oefen dieser Art geben eine augenbliche Hitze,werden aber auch ebenso schnell wieder kalt; dabei haben sie denfernern Nachtheil, daß sie sehr leicht ins Glühen gerathen und da-durch die Lust, wie oben erwähnt, verderben. Praktischer sind die so-genannten Etagenösen (Fig. 2 ). Diese bestehen zum Theil aus Eisen,zum Theil aus Thon. Der Fenerkasten A ist aus Eisen; a ist derFeuerraum, b der Aschenfali, c die Feuerthür; der Zug geht in derRichtung der Pfeile. Unmittelbar über dem Feuerraum ist bei demin der Figur dargestellten Exemplar eine Röhre angebracht, umwelche die'heißesten Feuergase herumgehen. Sie dient als Koch-röhre. Diese Oefen verbinden Erwärmungsfähigkeit mit Wärmehal-tungsfähigkeit; allerdings letztere nicht in sehr hohem Maße, da dieWände des thönernen Aufsatzes nicht eben sehr dick sind. Auch sind1 Bezug auf Brennmaterialersparniß zwar vortheilhafter wie die erstem, aber keineswegs alsgiq. 3 zeigt einen sogenannten Kachelofen. Solche werden bis zu 8

und mehr Fuß Höhe und 4—5 FußBreite constrnirt. Sie sind aus speciellzu diesem Zwecke fabrizirten Fliesenoder Ofenkacheln erbaut und im In-nern mit einer 4 — 6 Zoll dickenSchicht Lehm ausgekleidet. Meisten-theils ist der Feuerraum ebenfalls vonKacheln umkleidet: in seltenern Fällenbesteht er aus Eisen. Die Züge gehenbei einem solchen Ofen in der Regelin senkrechter Richtung. Bei dem ge-zeichneten Exemplar sind vier Zügesichtbar, von denen zwei nach oben,zwei nach unten gehen; vier andereZüge, welche diesen entsprechen, liegenauf der Rückseite des Ofens. DasFeuer macht hier also einen sehr lan-gen Weg, bevor es zum Schornsteingelangt, und gibt den größten Theilder Wärme an die Kacheln ab. Dadiese sehr dick mit Lehm ausgestrichenFig. 3 . F>g. 4 . sind, so erwärmen sie sich zwar sehr lang-

. , f a,n f halten aber die Wärme auch viele

e " nachdem das Feuer ausgegangen ist, fest. Sie geben eine angenehme und gleichmäßige^ratur, müssen aber allerdings mehrere Stunden, bevor man Erwärmung des Raums wünscht,

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' gültig zu empfehlen.

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