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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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783
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Dfijoft Ozon 733

arofkin Dosen genommen wirkt sie giftig; ein Loth ist ausreichend, um einen Menschen zuodten. Seht zu hüten hat man sich vor einer Verwechselung dieser Säure mit Bittersalz, demNe int Aeußern ähnlich sieht, doch durch den Geschmack natürlich sofort davon unterschieden werdenkann. Als Gegengift ist geschlämmte Kreide zu empfehlen, welche mit der Säure ein fast aanrunlösliches Salz bildet.

Oxhoft, ein Flüssigkeitsmaß, besonders beim Wein gebräuchlich, von sehr verschiedenemzuhält, Eine systematische Uebersicht s. unter Wein.

. Oynhanseil (Nehme) im Nordosten Westfalens, liegt zwischen Minden und Herford und istselbst Station der Koln-Mmdener Bahn. Seine Höhe über dem Meere beträgt 166 Fuß. Diemeist ebenen Umgebungen schützen den Curort nicht vor grellem Witterungswechsel; so hat er einKlima ähnlich dem Berlins, natürlich aber den Vorzug einer reinen, frischen Luft; doch eignet sichOynhausens Lage an sich keineswegs klimatischen Euren, die man doch gern mit Brunnen-curen verbindet. Was dem noch jungen Bade seinen Ruf und seine wohlverdiente Frequenzerworben, ist die zweckmäßige Verwendung derjenigen Naturheilmittel, über die der Ort gebietet.Drei Quellen, eine 26° warme Sole, eine kalte schwächere dergleichen und ein glaubersalzhaltigesKvchsalzwasser kommen hier zu Tage. Die ersterwähnte, die sogenannte Thermalsole, hat auchmnen nicht ganz zu vernachlässigenden Gehalt an Eisen (% Gran int Pfunde), welcher freilichaei dem Reichthum an Kochsalz (256 Gran) weniger inZ Gewicht fällt. Au freier KohlensäureUnd alle drei Quellen nicht eben arm. Die Thermalsole wird nur zu Bädern, die beiden andernquellen, der Bülow- und der Bitterbrunuen, zu Trinkcuren benutzt. Die Bäder verabfolgt man!" Oynhausen in verschiedener Form und zwar als ruhige, als Wellen- oder als Schaumbäder^ehufz t> er langsamern oder schnellern Entwickelung ihres Kohlensäuregehalts. Auch wird das"imler in einem Salon zur Dunstform zerstäubt, um Inhalationen kochsalzhaltiger Luft zu bieten,me übrigens auch in der Umgebung der Gradirwerke vorhanden ist. Auch werden Bäder mitev aus dem Bülowbrunnen bereiteten Mutterlauge gegeben.

, Die Wirkung betreffend, so hat Oynhausen mit allen andern Solbädern die Eigenschaft ge-e "t, die Organe des Körpers zu größerer Thätigkeit anzutreiben. So wird die Nieren- undallensecretion angeregt, der Darmkanal functionirt besser, das vorübergehend an Kochsalz reicheret, 11 .* scheint der Gesammternährung förderlich zu sein; auch chronisch entzündete Schleimhäutevor"^" ^kchter zum normalen Zustande zurückzukehren. Und so empfiehlt sich denn Oynhausen^»uglich hei Skrofulöse und den aus ihr entsprossenen Krankheiten, z. B. Hautkrankheiten,llch^d"' UUi) Ohrentzündungen, Drüsenanschwellungen und ähnlichen mehr; ferner aber erweistfr«nW^' 3 ur Aufsaugung von Resten entzündlicher Processe, die nach Entzündungs-

Nech? 6tten Unterleibs oft zurückbleiben. So rühmt man Oynhausen bei Lähmungen, mit

Rheu nur bei solchen, welche eben auf einer solchen vorerwähnten Ursache beruhen. GegenMaßt "^^"ten und Gicht beanspruchen alle Solbäder gute Erfolge. Die Möglichkeit der so zweck-um Soldunsteinathmungen aber geben Oynhausen einen entschiedenen Vorzug, wenn es siche f ei ttgung chronischer Schleimhautleiden der Athmungsorgaue handelt.

Die D^^ndeort ist im übrigen freundlich, zur Aufnahme von Curgästen hinreichend eingerichtet.Für sm 16 alle Bedürfnisse schwanken sehr, je nach Ansprüchen, Frequenz, Bequemlichkeit u.dgl.in w z- B. zahlt man von iy 2 —-12 Thlr. die Woche, während man für letztere Sumnte

^ j asthöfen zweiten Ranges sich mit beköstigen könnte. Curtaxe, Musikbeitrag u. s. w. sind auchdock ° S ^ ater Su entrichten. Die eigentliche Saison währt von Mitte Mai bis Mitte September,

. ^ Hub Thermal-, Sol- und GaSbäder auch im Winter-zu benutzen. Endlich wird in OynhausenVeN On^e Mölke geliefert, in vielen Fällen als ein nicht unwichtiges Unterstützungsmittel deryandlung. In astem empfiehlt sich der Aufenthalt daselbst am meisten im Hoch - und Spät-^ Zeit der weniger veränderlichen Witterung,jbst. So nennt man seit längerer Zeit den eigenthümlichen Geruch, welchen die Lust an-a ^nt, wenn sie von starken elektrischen Ladungen durchsetzt wird. Dieser Geruch wird schon imdem ^ sllä Schwefelgeruch bezeichnet und hat in der That auch eine entfernte Aehnlichkeit mitN ?bhr verdünnten Geruch des verbrennenden Schwefels, i)t indessen mit demselben bei genauerej,°°achtung nicht zu verwechseln. Man nimmt ihn sehr deutlich wahr, wenn man in der Nähedurl ^ Thätigkeit befindlichen Elektrisirmaschine sich befindet, bei der das elektrische FluidumGer nnsströmt. Im Jahre 1840 machte Schönbein darauf aufmerksam, daß derselbe

^tr^^ Zeigt, wenn man Wasser, welches mit etwas Säure versetzt ist, durch den elektrischenriech ^ Ersetzt (elektrolysirt). Die Gase, welche sich dabei entwickeln (Sauerstoff und Wasserstoff),">en sehr stark. Ferner bemerkt man den eigenthümlichen Geruch bei- der langsamen Oxydation