Viertes Capitel.
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terworfen waren. In Folge dieser Vorliebe wurde damals einbedeutender Handel mit jenem Artikel von England nach Frank-reich getrieben, bis zum Jahre 1701, wo die Einfuhr ausländi-scher Seidenwaaren in Frankreich gänzlich prohibirt ward.
Die ersten Maschinen, deren man sich in Frankreich zumWeben seidner Strümpfe bediente, wurden im Jahre 1656 ausEngland nach Paris eingeführt. Dieser Manufacturzweig ver-breitete sich so schnell, daß 16 Jahre später für die Strumps-weber die Stiftung einer Gilde, durch eine königliche Ordonnanz,als nothwendig erkannt wurde; mit dieser zugleich wurde auchdie Beschaffenheit der Seide bestimmt, welche die Strumpfweberzu ihren Arbeiten zu verbrauchen haben sollten.
Verschiedene Decrete ergingen von verschiedenen Monarchen,um diesen Industriezweig zu ordnen; nach diesen scheint es,daß in vielen Städten bedeutende Strumpfwebereien errichtet wa-ren, und daß diese, durch den Hang des Gouvernements, sichüberall einzumischen, Beschränkungen unterworfen wurden. Indem größten Theile der Städte cxistiren die Strumpfwebereiennicht mehr, sondern sie sind jetzt vorzüglich noch in den Scven-nen vorhanden. In dem Werke: »Handel des 19ten Jahr-hunderts« ist erwiesen, daß vvm Jahre 1688 — 1741 Frank-reich für 12^ Million Franks jährlich an verarbeiteter Seidenach England sandte. 1765 erließ die englische Regierung dasVerbot gegen die Einfuhr fremder Seidenwaaren, und diesem Um-stände mag es zuzuschreiben sein, daß im Jahre 1784 die Aus-fuhr verarbeiteter Seide nur den Werth von 25,600,000 Frankserreichte. Im Jahre 1789 stieg sie wieder auf 29,745,000Franks.
Unmittelbar nach, und während der Revolution, verringertesteh der Handelsverkehr ins Ausland noch sehr, belebte sich aberspäter wieder einigermaßen.
Im Jahre 1801 belief sich der Werth der ausgeführtenErarbeiteten Seide auf 39,314,000 Franks. 1820 stieg er bis123,063,000 Franks. 1822, 99,063,000 Franks und im-iahre 1823 belief er sich auf 84,302,000. Im Jahre 1786*varen zu Lyon 1500 Wcbstühle in Thätigkeit; die ausbre-itende Revolution verringerte diese Zahl auf die Hälfte im Jahre1789. In welchem Zustande sich die Manusacturen während^r Zuckungen de.r Revolution befanden, kann nicht genau ange-geben werden; aber es ist erwiesen, daß jene traurigen politischenVerhältnisse die Zahl der Seidenwebstühle so verringerten, daß sie