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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Viertes Capitel.

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Nach der Restauration der Bourbonen, zogen die schweizerischenSeidenweber einen großen Vortheil aus der innern Polizei derfranzösischen Regierung; die Verfolgungen von 1815 — 1816Und 1817 führten endlich dahin, vaß eine große Anzahl derEinwohner von Lyon emigrirten und indem sie sich in Zürich an-siedelten, zugleich ihren Kunstfleiß dahin übertrugen. Ein Schrift-steller drückt sich, !m kru'ourseur, folgendermaßen über diesesErgebniß aus: -In dieser Epoche beeiferten sich Fremde, denVortheil unsrer blutigen Streitigkeiten zu ernten.« Eine wich-tige Lehre, die oft und leider vergebens den Regierungen gege-ben worden ist. Im Jahre 1814 besaß Zürich nur 2000Webstühle; 1820 ward ganz Deutschland noch mit französischenSeidenwaarcn versehen; aber seit dieser Zeit überströmten Schwei-zer Seidenstoffe die Messen von Frankfurt und Leipzig, undhinderten wesentlich den Absatz französischer Waare.

Zu Anfang der Jahres 1828 hatte Zürich 9000 — 10,000Seidenwebstühle und einige sehr bedeutende Manufaclurcn, wo-von die größten an 2,600 Arbeiter beschäftigen.

Eine einzige beschäftigt allein 1024 wirkliche Handwer-ker. Es gab eine Zeit, wo Zürich sich allein auf die Ver-fertigung von Floren», Basel auf die von Taffet beschrankte.Jetzt aber wird in beiden Städten jede Art seidener Stoffe, mitAusnahme von Erepp und Atlas, gefertigt; auch wird in Baselsehr viel Band gemacht. In Bern wird eine solche MengeSeidenzeug zu Sonnen- und Regenschirmen fabricirt, daß mit die-sem stets ge- und verbrauchten Artikel ganz Deutschland unddas nördliche Europa von dort versehen werden könnte. ZuSchaffhausen und St. Gallen wurden bislang besonders feinedaumwvllene Waaren erzeugt, allein seit die von andern Gegen-den sich bessern Handelserfolgs erfreuen, haben auch an diesenDtten sich Seidenmanufacturen gebildet.

Zu Crefeld, im preußischen Staate, sind sehr bedeutende^anufacturen von Band und seidenem Sammet errichtet, die"icht nur in Deutschland und dem nördlichen Europa einen off-ken Markt finden, sondern auch in großer Menge nach AmerikaAbgeführt werden.

Die Russen sind unermüdlich und zeigen viel Unterneh-mungsgeist, um ihre Seidenmanufacturen zu erweitern und zuervollkommnen. Diese haben daher schon einen hohen Grad"Trefflichkeit erreicht, und unablässiges Streben führt densel-Seibknmanufactur. H