Zweiter Theil.
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Chinesen besonders ihre Baume so zu setzen und zu beschneidensuchen, daß die Blatter am bequemsten und ohne Beschädigungder Baume gepflückt werden können. Sie geben denselben zudiesem Zweck eine ausgehöhlte Form, die innen von keinenZweigen durchschnitten ist, so daß, wenn Jemand außen um denBaum herumgeht, er alle äußeren Blätter pflücken kann, undwenn er in die innere Höhlung steigt, sich nur umzudrehen braucht,um die inwendigen abzunehmen. Auch laßt man die Bäumenicht hoch werden; sie bilden eine Art runder Hecke und mankann bis an die Spitze hinanreichen, ohne an den Zweigen hin-aufzuklettern.
Ein Werk von Pull ein handelt ausführlich, und giebtumfassende Anweisungen über Maulbeer-Plantagen. Es ist alsvorzüglich und belehrend anerkannt, und wird nicht ohne Nutzenvon denen zu Rathe gezogen werden, denen es um eine, mehrins Detail gehende Belehrung über jenen Gegenstand zu thun iist, als sie in diesem Buche wünschenswerth sein würde.
Das Pfropfen ist eine der sichersten Methoden, um nahr-hafte Blatter von den Maulbeerbäumen zu erhalten. HerrBourgeois bemerkt, daß Maulbeeren, auf wilde Stämme ge-pfropft, wenn das Pfropfreis von einer guten Gattung, z. B.vom rothen, oder spanischen Maulbeerbaum genommen ist, Blät-ter geben, welche bei weitem besser und von vorzüglicherer Be-schaffenheit sind, um der Seidenraupe als Nahrung zu dienen,als die von wilden Stämmen gewonnen werden. Herr Rhomck ^behauptet dasselbe, und seiner Ansicht über Seidenbau kann man .ein entscheidendes Gewicht nicht versagen, da er 40 Jahre seinesLebens diesem Gegenstände gewidmet hat.
Obgleich nun gepfropfte Bäume mehr, und wie man be-hauptet, nahrhaftere Blätter geben, so besteht doch ein großerBorzug des wilden Maulbeerbaums in seiner längern Lebens-dauer. Dieser kann 200 Jahr alt werden, während die größereMenge der Blätter, die der gepfropfte treibt, seine Säfte er-schöpft und sein Absterben beschleunigt. Herr Pomier em-pfiehlt in einer, über diesen Gegenstand handelnden Abhandlung,den weißen Maulbeerbaum auf den schwarzen zu psropfen-Sein Grund für diese Ansicht ist, daß der weiße früher in derWurzel abstirbt, der schwarze aber keiner Krankheit unterwor-fen ist.
Je mehr Aufmerksamkeit man dem Baume zuwendet, in-dem man die überhängenden Zweige aufbindet und beschneidet,