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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

testen und sichersten, wenn man die Papierstreifen und Maul-beerzweige in Schachteln oder dicht geflochtene und fest verschlos-sene Körbe legt, wobei indessen jede mögliche Sorgfalt anzu-wenden ist, um von der zarten Brüt die äußere Luft abzuhal-ten. Auch kann ein solcher Transport nur bei schönem Wetter ,und während der wärmsten Tageszeit unternommen werden. !Nicht minder müssen die Raupen während desselben mit frischenBlättern versehen werden.

Das den Raupen zum fernern Aufenthalt bestimmte Zim-mer muß trocken und warm, mit einem Ofen und mehreren jThermometern versehen sein, um auf's genaueste die Tempera-tur abzumessen. Gleichfalls müssen die Fenster gegen einander >über liegen, damit man nöthigenfalls Luftzug machen kann. Umdie Raupen darauf zu setzen, müssen in der gehörigen Entfer-nung von einander Wcidenhorden angebracht sein, die mit Pa- !pier belegt sind. Man muß große Sorgfalt anwenden, umzu verhindern, daß Ratten, Mäuse oder Insekten eindringen, >die verderblich für die Seidenraupen werden können. Rauchund üble Gerüche hält man gleichfalls für schädlich. i

Alle Schriftsteller, welche über die Behandlung der Sei-denraupe geschrieben haben, kommen darin überein, daß Rau-pen verschiedenen Alters nicht zusammen gesetzt werden dürfen.Vernachlässigt man diese Vorsicht, so entstehen daraus vielfacheNachtheile für die Seidenzüchter. Die Verwandlungen würdenzu verschiedenen Zeiten geschehen, und es würde nicht möglichsein, jeder Raupensorte mit Regelmäßigkeit die erforderlicheNahrung zu reichen. Viele Seidenbauer halten so fest an die-ser Ansicht, daß sie alle Eier zerstören, die, nach dem Auskrie-chen der ersten Raupen, nach zwei Tagen noch nicht ausgekom- !men sind. Man sagt, daß die so später ausgebrüteten Raupen !von schwacher Constitution sind und weniger Seide liefern. Se-Ehrwürden Hc. Swayne, welcher vor einigen Jahren einegroße Aufmerksamkeit auf die Seidenzucht in England wandte,erfand einen sehr einfachen Apparat, um die Seidenraupe rväh'rend ihres RaupenzustandeS zu placiren und zu füttern. D>e'seS gewährt besonders den Vortheil, die Erhaltung der so noth-wendigen Reinlichkeit bei weitem mehr zu erleichtern als die Wei-denhorden, deren man sich gewöhnlich bedient; weßhalb eine Be-schreibung dieses ApparatS vielleicht nützlich sein mögte. Diestkbesteht in einem hölzernen Gestell von 4 Fuß 2 Zoll Höhe, wol' -jn 8 offene Auszüge oder Einschiebcr befindlich sind, die