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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

Dieser sagte, daß er eine ganz vorzügliche Brüt von Rau-pen gehabt und demnach seine Behandlungsweise besser als diegewöhnliche sein möge. Jene ganze Quantität Seide, welchein 7 — 9 Faden gewickelt war, hatte er, wie er versicherte,von 12,000 Raupen gewonnen. Dieses Factum ward damalssehr bestritten, weil man das Verhältniß der Seide zu der Rau-penzahl übertrieben fand. Jedoch darf man es jetzt nicht mehrunglaublich finden, da der Graf Dandolo einen, mit jenerAngabe übereinstimmenden Ertrag, durch seine Erfahrung gegrün-det, verbürgt. *)

Er giebt in seinem Werke sehr ausgebreitete Berechnungen.Einige der sich daraus ergebenden Resultate dürften von In-teresse gefunden werden. Nach seiner Erfahrung genügen 97jPfd. Maulbeerblätter zur Produktion von 7H- Pfd. Cocons.Diese liefern ungefähr 18 Unzen reine Cocons, von denen manetwa 10 Unzen gewickelter Seide erhält. Also ist das Ver-hältniß der consumirten Maulbeerblätter, zu den gewonnenenreinen Cocons, ungefähr 87 zu 1, und das der reinen Seidezu den Blättern, wie 152 zu 1. DaS Verhältniß der abge« !wickelten Seide zu dem Cocon mag wohl sehr von der guten joder schlechten Beschaffenheit der Verpflegung der Raupen ab-hängen.

Im Jahre 1814, wo das Wetter der Seidenraupenzuchtbesonders ungünstig war, gewann der Graf aus 7j Pfd. guterCocons 15 Unzen sehr seine Seide und 13 Unzen von 7H Pfd>ausgesonderter Cocons. Diese Thatsache spricht entscheidend fürdie Vortrefflichkeit seiner Behandlungswcise. Das Verhältnißvon der Seide, die sich zum Abwickeln eignet, und der Wattseide,die nur gesponnen werden kann, muß bei vollkommen guten Co-cons, von 19 zu 1 sein, außer jener, durch den Abfall gebilde-

-> Die Gesellschaft zur Ermunterung der Künste ic. scheint, nachden»sie eine Reihe von Jahren Belohnungen zur Förderung der Seidencultutin England, ausgesetzt hatte, von der Unmöglichkeit überzeugt worden zu-sein, daß diese nie ein einträglicher Industriezweig für England werden könne-Es wurden zwar noch oft erneute Versuche, und zwar von Personen ang^stellt, die vollkommen durch ihre Einsichten befähigt waren, sie mitfolg zu machen. Für die, aus jenen Versuchen resultirenden kleinesQuantitäten Seide, wurden auch noch mehre Male Belohnungen M*'kannt. Doch ist in keinem dieser Fälle ein wirklicher Nutzen aus den Ber^suchen hervorgegangen, und die erwähnte Gesellschaft beschränkt jetzt, in

sem Zweige nützlicher Künste, ihren Schutz auf die Seidcnproduktlon

brittischen Colcnien und die Verbesserung derselben im brittischen Jnd>e>'