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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Zweiter Theil.

Periode ober, fünf bis sechs Personen. Jedoch beschränkt derGraf Dandolo, mit seiner gewohnten Genauigkeit, die Arbeit,welche die Raupen von 7 Unzen Eiern erfordern, auf die wäh-rend 100 Tage ununterbrochene Thätigkeit von einem Individuum.

Es crgiebt sich daher aus den angeführten Angaben, daß1 Pfund reiner Seide aus 12 Pfund Cocons gewonnen werde,daß 2800 Raupen zu diesem Gewicht erforderlich sind, unddaß diese 152 Pfund Maulbeerblättrr bedürfen. Das erwähntePfund gewickelter Seide kann man nun in 16 Pards Gros deNaples — oder 14 Pards von vorzüglicher Sorte — verwan-deln. Die Erfahrung hat gelehrt, daß eine bestimmte Tempe-ratur erforderlich ist, damit der Falter den Eocon durchbreche.Befindet der Eocon sich in einer 73° übersteigenden Temperatur,so wird die Entwickelung, zu sehr beschleunigt und die Fähigkeitder Raupe zur Seidenproduction verringert. Wäre die Tempe-ratur unter 66°, so würde die Entwickelung zu langsam undein geringerer Seidcnertrag davon gleichfalls die Folge sein.

Der Schmetterling muß nach 15 Tagen anfangen, sichden AuSgang aus seiner Hülle zu bahnen. Das Weibchen legtseine Eier auf Streifen Papier oder Leinen, welche man an ei-nen kühlen Ort hängt und, wenn sie trocken sind, an einem lus-tigen, vor Rauch und Ungeziefer gesicherten Orte aufbewahrt.So wichtig es nun ist, daß durch einen kühlen Aufbewahrungs-ort ein vorzeitiges Ausbrüten verhütet werde, so lange der Win-ter dauert, so ist es auf der andern Seite eben so wichtig, sievor zu großer Kälte zu bewahren. Eine Temperatur, worin dasWasser gefriert, würde das Lebensprincip in den Eiern zer-stören.

Sechstes Capitel.

Krankheiten der Seidenraupe.

Gewöhnliche Resultate schlechter Verpflegung — Die Seidenraupe >vi^ 'h-lufig in den Hätten der Bauern gezogen, — Graf Dandolo — desl>große Verbesserungen. — Dandoliures. — Mephylische Luft. ^ ^Feuchtigkeit. — Versuche. — Gelbsucht. — Hilfsmittel. — Chlors» ' >.Chlorkalk. — Näucherungen. — Licht ist schädlich. — Räume der >,

einhüllen, worin man Seidenraupen zieht. — Nachthcilige Wirkung °° ijvon für die Wärter derselben. s

Die Seidenraupe soll vielen Krankheiten unterworfen s""-jedoch scheint eS, daß alle, oder doch der größte Theil derselben, ,