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Das Ganze der Seiden-Manufactur, nach ihrem Ursprunge, Fortschritten und jetzigen Standpunkte dargestellt : enthaltend gründliche Belehrungen über die Cultur, das Abhaspeln, Zwirnen und Weben der Seide, nebst Abbildungen und Beschreibung aller dazu erforderlichen Geräthschaften und Maschinen, insbesondere der Jacquard-Maschine und anderer mechanischen Webstühle
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Erstes Capitel.

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Verschiedenheit in dem Umfange des Haspels und der Dicke derSeide. Einige winden ihre Cocons mit kaltem Wasser, AndereMit heißem Wasser; wieder Andere bedienen sich des Dampfs,Um die Cocons zu erweichen. Der größte Theil der Seiden-züchter in Frankreich wickelt die Seide, selbst wenn deren Be-trag nur 20 Pfund Gewicht betragt, selber ab. An vielenOrten werden die Haspelcr nach dem Gewicht der Seide, ohneRücksicht auf deren Qualität, bezahlt. Die Folge davon istLässigkeit, eine nachthcilige Eile und die beinahe ausschließlicheVerarbeitung einer gröber» Qualität gehaspelter Seide. Indem erwähnten Falle macht die große Zabl der einzelnen Fädenes unmöglich, mangelhafte schnell und regelmäßig zu ergänzen;als natürliches Resultat dieses mangelhaften Verfahrens, wirddie Seide unrein und unegal, wodurch in allen folgenden Sta-dien der Verarbeitung mehr Zeit, Arbeit und Kosten veranlaßtWerden.

Jedoch giebt es auch in Frankreich Ausnahmen von dieserfehlerhaften Methode des Haspelns, besonders im Departementdes Gard. Das Fabrikat einiger dort befindlicher Filaturenund ein oder zwei außerhalb desselben, steht den besten Italiensnicht nach. Die Seide, welche in der Ardüche und am lin-ken Rhoneufer gewonnen wird, ist gröber und weniger sorgsamgehaspelt. Doch wird, ausnahmsweise, eine sehr schöne Sorteweißer Seide im obern Theil des Departements der Ardücheprvducirt, die von den Blonden-Manufacturisten zu 50 Frankspe. Pfund gekauft wird. In einigen, besonders schlechten Iah-ten, stieg der Preis bis zu 150 Franks.

In einem, am 5ten Februar 1830 im »krclourseur» von^yvn eingerückten Briefe, der die Ansichten der einsichtsvollstenKaufleute dieser Stadt, über die Beschaffenheit der in Frank-tsich gewonnenen Seide enthielt, findet man werthvolle Be-tichte über den Scidenhandel. Es «giebt sich daraus, daß, daSZeugniß einiger Filaturen im Deport, des Gard ausgenom-men, und noch eine oder zwei andere, worin die Eigenthümer^rgansinseide verfertigen, und deren Interesse natürlich bei derSorgfalt der Fabrikation bctheiligt ist, keine französische Seide°>e Regelmäßigkeit der Fäden hat wie die von Briance.

Ehe man die rohe französische Seide zwirnt, bedarf es ei-Untersuchung und Auswahl, um die verschiedenen, unter"nander gemischten Seidensorten zu classificiren. Dieses ist eine