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Zweites Capitel. 177
6) werden die Stränge Ocgansin nach ihrer verschiedenen Fein-heit sortirt.
Das erste Verfahren, das Winden, geschieht vermittelst ei-ner Windcmaschine, deren Cvnstruction gewiß durch die Erklä-rung, nebst beigefügtem Risse, Jedem verständlich ist; die Ma-schinen, deren man sich gemeiniglich bedient, laufen in bedeuten-der Länge fort, um gleichzeitig eine große Anzahl von Strängenaufwinden zu können; um aber die Beschreibung zu vereinfa-chen, habe ich nur einen Theil der Maschine dargestellt, da dieübrigen Theile derselben nur eine Wiederholung dieses darge-stellten Theils sind.
Jeder Strang roher Seide muß auf den Haspel denMan Geschwindhaspcl nennt, aufgebracht werden. Er bestehtaus vier Stäben, die in einer Achse befestigt, zusammenlaufen,so daß er eine Art von doppeltem Rade mit acht Speiche»bildet. Diese stehen in der Richtung gegen einander, daß vierimmer einen rechten Winkel bilden und die (s. Fig. 8.) denvier Speichen, parallel dem correspondirenden Theile des RadcS,gegenüberstehen. Diese parallelen Speichen sind wieder durchRiemenbändec verbunden, so daß sie eine Art Latcrnenrad bilden,Und vermittelst dieser Bänder kann der eigentliche Umfang deSRades dahin abgeändert werden, daß er genau den Umfang deSSeidenstrangcs erhält, den man darauf anbringen will. DieseVorkehrung ist deßhalb sehr nothwendig, weil die mchrste Seideder Art gewickelt ist, daß sie nach dem Landesmaß der ver-schiedenen Länder, eine Vard beträgt, dieses Maß aber in etwasb°n einander abweicht; mithin würde, welchen Umfang dcr HaS-^ auch haben möchte, er doch nicht zu jedem Längenmaß derSeide anwendbar sein.
Das Geschwindrad muß sich mit Leichtigkeit auf den Draht-igeln drehen, und da es der Zweck ist, die Seide von diesemund mit gleichmäßiger Festigkeit, auf die Bobinen zu brin-so hat man durch einfache Mittel die dazu nothwendigeWickle» hervorgebracht und zwar entweder durch eine Springfe»", oder durch einen Draht, welcher über der Achse, innerhalb'8 Haspels hängt und an welchem ein Bleigewicht befestigt ist.^ sind die Bobinen; diese sind aus Holz gefertigt, habeni dünne Achse und diese befindet sich zwischen zwei rundencheiben. Diese nun bewirken die Umdrehung der Bobinen,..'dieses noch näher beschrieben werden soll, und dienen zu-
' m dazu, die Seide auf der Achse festzuhalten. Diese Bo»««denmanufactur. ' " >