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Dritter Theil.
währende Hitze leicht das Absplittern veranlaßte. Der, zumGlätten des Goldes und Silbers erforderliche Hitzgrad ver-mehrte zwar den Glanz weißer und gelber Stoffe, war aberdenen von anderer Farbe, besonders den grünen und carmoisin»rothen sehr nachtheilig. DaS einzige Mittel und ein sehr un-zureichendes, besteht darin, den Stoff schnell durch die Walzengehen zu lassen. Herr Baucanson empfiehlt, die hölzernenWalzen, wenn sie erhitzt sind, in Tuch einzuwickeln und an ei-nem feuchten Ort, zum künftigen Gebrauch zu verwahren. Bro-kate, in denen sich die Metalle befinden, liefen leicht an. Indiesem Falle konnte man ihnen leicht ihren ursprünglichen Glanzwieder geben, wenn man sie mit einer weichen, in Weingeistgetauchten Bürste abbürstete. Dieses scheint das einzig anwend-bare Mittel zu sein. Jedes Alcali sowohl, als Seife, sinddazu untauglich. Ersteres greift das seidene Gewebe an undbeides wirkt verschiedenartig nachtheilig. Es sind verschiedenePulver empfohlen worden, um die verblichene Schönheit des Bro-kats wieder aufzufrischen; allein wie fein sie pulverisirt seinmögen und mit welcher Behutsamkeit man sich ihrer auch be-dienen möge, so schaben sie doch immer das Metall, und diesesist bei den eben beschriebenen Stoffen besonders außerordentlichdünn, so daß es leicht abgerieben, und die ganze Schönheit desStoffs zerstört werden kann.
Die Seidcnbrokate waren zu Anfang des letzten Jahrhun-derts bewunderte und sehr beliebte Modeartikel für beide Ge-schlechter in England. Man darf nur Pope und Addison auf-schlagen, um zu sehen, wie hoch dieses Bedürfniß des Luxusgeschätzt wurde. Der Erstere sagt in seiner eleganten und lieb-lichen Satyrs »der Lockenraub-, Letzterer in der Isiten Nummerseines Lpeetator, daß unter den fashionablen Ladys *)jener Zeit, eine Garnitur von kostbaren Steinen, ein, mit einelNDiamant befestigter Hut, ein Oberkleid oder Mieder von Bro-kat, stehende Unterhaltungsgegenstande gewesen seien, daß Blon-den und Bänder, Besätze von Gold und Silber, nebst ander»!glänzenden Tand, eben so viele Lockspeisen für schwache Weiberwären, die geschickt angewandt, die entschiedenste Coquette vonihrer stolzen Höhe herabzuziehen geeignet seien.
Indem er fürchtete, von seinen schönen Landsmänninneneiner unfeinen Strenge beschuldigt zu werden, wenn er feint
-1 „Eleganten Damen" drückt dieses nur unvollkommen aus.