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Dritter Theil.
minder unsere jetzigen eleganten Eostüme einst mit lächelnderVerwunderung sehen werden, und daß die schönsten Draperienvon Lawrence ihnen einst eben so grotesk erscheinen werden,als uns heutigen Tages die einst so bewunderten Gewänder desSir Peter Lely.
Man glaubt, und die Etymologie des Namens begünstigtdie Voraussetzung, daß dieser Zweig des Webens einst von Da-maskus nach dem Westen gekommen sei. Der Damast wurdeschon sehr lange gearbeitet, bevor er, obwohl doch schon in einer frü-hern Periode, die englischen Webstühle beschäftigte. Einige nie-derländische Weber sollen die Damastweberei nach England über-tragen haben, zu dessen gastlichen Ufern sie vor den Verfolgun-gen des Herzogs von Alba flohen, als dieser im Jahre 1667durch Philipp II. abgesandt wurde, um in den Niederlanden dieletzten spärlichen Ueberreste der Freiheit zu vertilgen. Es istin diesem Ereigniß ein abermaliger Beweis enthalten, daß, wiesehr ein solches auch von gegenwärtigen Uebeln begleitet sei, esin der Zukunft von überwiegendem Vortheil und wohlthätigemEinfluß auf die menschliche Gesellschaft zu sein pflegt. Die kost-bare Beschaffenheit des Damastes machte, daß dessen Gebrauchsich mehrentheils auf die Großen und Reichen beschränkte. Beibesonders festlichen Gelegenheiten indessen schmückte sich auchwohl die Mittelklasse mit damastenen Gewändern, die in derübrigen Zeit sorgfältig aufbewahrt wurden, und als kostbareErbstücke von Generation zu Generation forterbten. Derseidene Damast wurde daher nie allgemein, und als ein Jahr-hundert nach dessen Einführung in England unser berühmterLocke seine Betrachtungen über die Verringerung der Zinsenund den erhöhten Werth des Geldes schrieb, erwähnte er desDamastes, als eines unverantwortlichen Luxus-Artikels. Viel-farbiger Damast macht als Verzierung einen sehr schönen Ef-fect. Neuerlich aber ist es gebräuchlich geworden, nur einfar-bige Damastvorhänge zu gebrauchen, und ihre Schönheit bestehtdann einzig in der Schwere des Stoffs und in dem Geschmackdes Musters. Damast gehört zu der Gattung der geköpertenStoffe und ist jedem, durch seine Gleichheit mit den schönen,gleich benannten Tischgedccken bekannt, deren Verarbeitung langeZeit hindurch in Schottland, und in der letzten Zeit, obwohlnach geringerem Maßstabe, in Irland betrieben wurde. DasWeben erfordert die ganze Gcschicklichkeit des Webers, beim Auf-stellen des Webstnhls, waS auch die Kostbarkeit des Stoffs ver-