Vierter Theil»
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Stärke mehr verrath. Ungeachtet dieses wiederholten Wa-schens, behielt, bei dem ersten Versuch, die Seide dennoch einenTheil Salzsäure, welche sie hart machte und nach einiger Zeit. den Faden angriff. Man legte sie deßhalb in einen losen wol-lenen Sack, diesen in einen verschlossenen Korb und legte dasGanze mehrere Stunden in die Strömung eines fließendenWassers, wodurch alle Salzsäure rein ausgewaschen wurde.Stücke Seidenzeug und sogar fertige Kleider, sind mit Erfolgauf die beschriebene Weise gebleicht. Den Weingeist kann mandadurch in seiner natürlichen Beschaffenheit wieder herstellen, wennMan die, mit demselben gemischte Salzsäure vermittelst Potascheoder Kalk sättigt und ihn in einem kupfernen Brennkolben de-stillirt. Herr Baum« sagt, daß die auf die angeführte Weisegebleichte Seide nicht allein den feinsten Gattungen aus Nan-king gleich zu stellen sei, sondern diese noch an Glanz undWeiße übertreffe.
Der hohe Preis des Weingeistes macht die erwähnte Bleich-Methode in England unpraktisch. Die daselbst bestehende ist,ste in kochendes, mit Seife vermischtes Flußwasser zu werfen.Hat sie darin einige Stunden gekocht, so wird sie herausgenom-men, geklopft und in kaltem Wasser gespült. Darauf wird stelose auseinander gedrückt, in kaltes Seifenwasser, dem ein wenigIndigo beigemischt ist, gelegt und nun abermals gekocht. Wennste aus diesem zweiten Wasser genommen ist, so wird sie, ver-mittelst hölzerner Pflöcke, so trocken als möglich ausgerungenUnd tüchtig geschüttelt, um die Fäden zu trennen. Nun wirdsie in einer Art von Ofen, der zu diesem Zweck auf cigenthüm-licheArt erbaut ist, aufgehängt, in welchemSchwefel, im Zustandeder Verbrennung, erhalten wird, dessen aufsteigende Dämpfe derSeide die letzte Weiße geben, und das Verfahren, als letzteOperation, beendigen. Sehr stark wirkt Salpetersäure auf dieSeide. Zwei Drachmen derselben, mit einem Nößel Alkoholgemischt, giebt der hineingelegten rohen, oder schon gebleichtenSeide, nachdem sie 24 Stunden sich unter dem Einfluß dieserMischung befunden, eine dunkel- gelbbraune Färbung, die sichUach dem Auswaschen mit Seife und Spülen in reinem Was-flr, in ein sehr schönes Goldgelb verwandelt, welches sehr echt*st- Wenn man concentrirte Salpetersäure von der Seide,durch Verdunsten der Flüssigkeit gewinnt, so ist dieses Oxal-säure; ist die Verdunstung noch stärker, so erfolgt mit einerkleinen Beimischung von dieser eine Quantität gelben Salzes,