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Reisen in einige Klöster Schwabens, durch den Schwarzwald und in die Schweiz im Jahre 1781 : worinn von Bibliotheken, Alterthümern, Geschichte und vom Zustand der Litteratur überhaupt Nachricht gegeben wird / Georg Wilhelm Zapf
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199
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fort, Hat bai Dergnugen, einen wurdigen Sohn an seiner Seste zu ha»ben, und ist ein rechtschaffener, guter, ehrlicher Mann, em Mann, dersein Amc, seine Wurde kennt, und nach demselben seine Handlungen ein,richter.

Hr. Predlger Jvhann Georg Schelhorn, der Sohn des oben ge.dachten sel. Superintendente,,s, ist in seknem Umgange ein sehr launigterMann, und nach seiner jaune ist er auch dienstfertkg. Er trat in dieFusistapfen selnes wurdigen Daters, und machte stch in dem nemlichen Fa»che durch Schriften bekannt. Allein der heulige Modegeschmack gestattereihm nichr, mit noch mehreren herfurzutretten, ohnerachcet er sehr vkcie Ma»teriaiien, auch noch von seinem stl. Dater, bereit h^tce. Er besiht etneschone Bibliothek von selienen Werken, und bey der Erbabtheilung hatteer noch das zum DorauS, dasi er alie Handschriften, die sein sei. Vatj;rmit ganz erstaunenden Fleisi und Gluck gesammelt hattc, erhielt. Und die»se konnlen ihn in Stand sehen, der Welt vieies mltzutheilen. Man kannsie nichr alie ubersehen, writ sie nichc in Ordnung stehrn, sondern zum Theilin Kisten und Schubladen kiegen. Aber es sind sehr wichtige Sachen dar.unter, die zur poltrischen, befonderS aber Kirchengeschichte gehoren, und gro»stenkheils Schwaben berreffen. Das sind Handlungen des SchwabischenDundes, die Reformatio», den Baurenkrieg u. f. w. belangend. Merk.wurdlg sind die Handlungen des Eostanzer Konciliums, die Hermann vonder Hardl in seinem grosen Werk von dieser Kirchenversammlung noch nichtbenutzt und gebraucht Hat. Von dtesen sah ich einen zlemlich starken Folian.ten , er fagle mir aber, dasi er in die Stadt «Bibliothek gehore, und aus derUffenbachischen Bibliothek in die Hande seineS sel. Dater» gekommen fey.Zur Erlaurerung der Tridentinischen Kirchenversammlung Hat er noch nrehr.DaS merkwurdigste darunter ist, eine sehr grotze und ansehnliche Samm»lung von Origtnal. Briefen der grvsten Gelehrren au» dem XVl Jahr»hundert, dic sich auf einige Tausend erstreckt. Dann besiht er noch dengelehrren Driefwechstl des Zacharias Conrad von Ustenbach, der nicht we»niger betrilchilich ist, und wovon sein sel. Dater schon 5 Theile herausge»geben Hat- Mrrkwurdig ist auch ein scboner Kodex auf Papker in Quartvon den Briefen des bekannten und gelehrten Monchs in Ottobeuren Ni-colaus Elenboge, den er mir einmalguligstzumGrbrauch mittheilre, und worausich diejenigen Briefe abschrieb, die Elenbog an den beruhmten Konrad Peu»tingcr und dieser an je» en schrieb, um sie der neuen Ausgabe der Peu-tingerischen Tischreden (Lsrmones convivales) beyfugen zu konnen, wo sie

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