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Vorwort.m
ie vorliegende Arbeit verdankt ihre Entstehung einem im heraldischen verein„Herold" zu Berlin gehaltenen vortrage, der in allen Theilen ergänzt und durchBeigabe eines Verzeichnisses der uns bekannt gewordenen deutschen ex-librisund deren verfertiger erweitert wurde.
Ueber deutsche ex-libris, auf welche sich die Veröffentlichung im wesentlichen beschränkt,ist bisher nur weniges geschrieben worden. Einzelne Blätter sind in den bekannten Werkenüber Kupferstiche und Holzschnitte von Bartsch,j)assavant, Nagler u. s. w. aufgeführt, abermeistens sind sie als Bücherzeichen, zu denen sie ihrer Verwendung nach gehören, nicht gekenn-zeichnet, weil sie nicht die übliche Bezeichnung: Ex libris ic. tragen. Allerdings ist es mit-unter nicht so leicht und oft kaum möglich zu entscheiden, welche Blätter als Bücherzeichengelten können, wir haben manchen Büchern ex-libris entnommen, deren Bestimmunguns sonst zweifelhaft geblieben wäre: einfache Wappen ohne jede nähere Bezeichnung. DerMangel der Bezeichnung als ex-libris reicht also nicht hin, um solchen Blättern ihren Werthals Bücherzeichen abzusprechen. In der Regel werden Blätter, welche außer dem Wappenleere Schrift-Tafeln oder -Bänder enthalten, als Bücherzeichen Verwendung gesunden haben,vorsichtige Beurtheilung ist indeß in beiden Richtungen erforderlich.
Obwohl wir glauben, uns derselben befleißigt zu haben, so ist es gar nicht ausgeschlossen,daß in das nachfolgende verzeichniß manches Blatt mit aufgenommen ist, welches andereSammler oder Forscher nicht als Bücherzeichen gelten lassen wollen.
Ein Verzeichniß deutscher Bücherzeichen bringt unseres Wissens nur J. L. Warren, inseinem „Guide of the Study of Book-Plates. London 1880“. Dieses verzeichniß ist aber so un-vollständig und zur Benutzung so wenig geeignet, daß wir es nickst verwerthen konnten, auch in